Archiv der Kategorie: Garten

Samstags voll gesund – What The Forefathers Knew

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Heute früh war es endlich soweit: Die geernteten Brennnesselsamen sie getrocknet und bereit zum Abfüllen. Ich spüre schon, wie sie mir Energie liefern. Brennnesselsamen sind so gesund wie Chia-Samen, die man für viel Geld kaufen kann. Aber warum sollte ich, wenn mir die Natur Genüsse schenkt?

Brennnesseln sind ja nicht wirklich beliebt, weil sie brennen. Weisst du, warum das so ist? Hier kannst du die Geschichte nachlesen. Bei uns im Dörfli kann man durchaus den Eindruck bekommen, dass das grüne Wuchergewächs ein Stein des Anstosses sind. Warum nicht aus der Not eine Tugend machen? Ich jedenfalls habe mir Gummihandschuhe übergestreift und (auch in Nachbars Garten) geerntet. Wenn du hier nachliest, siehst du, wie ich zu meinen supergesunden Samen gekommen bin. Zudem wird sich auch das Rätsel von letzter Woche auflösen.

I’m a big fan of edible plants, and I am discovering more and more of the knowledge long forgotten and known by our forefathers. Stinging nettle seeds are full of proteins, vitamines and minerals. They are as healthy as Chia but free.

Now is the right time to harvest them, which I did last week. Today the seeds are enough dry to be bottled.

By the way, there is one more reason to let stinging nettle grow in your garden: Butterflies love them, too.

If you want to know how I harvested, dried and was able to fill up the valuable seeds, have a look here.

 

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

 

 

Ziegenbart? Hexenhaar? Pilzgeflecht? – What’s This? – Heute ist Erntetag

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Hexenhaar

Starten wir den Sonntag mit einem Rätsel: Was ist das?

Let’s start this lovely Sunday with a riddle.

Ziegenbart? Goatbeard?

Hexenhaar? Hair of a witch?

Pilzgeflecht? Mycelium?

Es gibt noch mehr, noch viel mehr. Und ich werde es unter Schmerzen einbringen. Weil es so gesund ist. Weil es mich an den Sommer erinnern wird. Weil es interessant ist. Heute ist der ideale Erntetag.

There is more, much more. And I am going to harvest it although it’s painful. Because it is healthy, interesting, special. Because it will remind me of summer.

Today is a perfect day for harvesting.

 

 

Verlinkt mit Sonntagsfreude bei soulsister.

 

Samstags unter der Weide – Unter the Willow Tree

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Immer wieder ist es Zeit, eine neue Schaukastenidee zu kreieren. Zu diesem Zweck düste ich gestern Morgen ins Brockenhaus in Wil, weil ich wusste, ich würde dort fündig werden: Sonnenbrillen in allen Farben und sehr günstig. Es scheint mir, die Gestaltungsaufgabe ist schon halb erfüllt. Noch halte ich nach Karton Ausschau …

Ein kurzer Rundgang durchs Brocki musste sein, um zu schauen, „was äs aläs äso hät“. Ohhhh! Diese Tasse durfte mit, und seither ist sie immer in Gebrauch. Aktuell geniesse ich eine kalte Schoggi daraus und verputze zwei Scheiben Gomfibrot gegen den gröbsten Hunger. Es ist schön, im Garten zu sitzen.

Ja, Ferien sind grossartig, weil Raum für vieles ist, was sonst im Alltag zu kurz kommt. Ruhe geniessen, zum Beispiel, aber ich habe auch Zeit für allerlei Projektchen, Zeit auch, sie auszubrüten, zum Beispiel das kleine Sitzplätzli unter der Weide. Dass ich da nicht schon viel früher drauf gekommen bin?

I love these days. Not too hot, lots of sunshine, wind and a bit of rain now and then. I can spend most of the day outside, but also play with fabric or read inside, visiting my now two grandchildren. 🙂

Life is easy.

I went to the thrift store yesterday to look for cheap sunglasses I need for the show box in school. Ahh, it’s time to start thinking about school again … Of course, I had to browse a little. Fortunatelly, I found this colourful mug, which has been used for coffee, tee and cold chocolate constantly since.

I’m sitting in the shade of a willow tree thinking why I didn’t transform the flower garden (totally overgrown and full of weeds) into this lovely sitting area earlier.

Life is easy.

Verlinkt mit Samstagsplausch bei Andrea von Karminrot.

 

Sitzplätzli light

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Oberheimen Blog

Sitzplatz

Das Wetter ist perfekt für Arbeiten im Freien, so dass meinem kleinen Projekt nichts im Weg steht. Aus den Ferien zurück, bin ich sowieso voller Tatendrang.

Sitzplatz-2

Statt meinen kleinen Garten nur zu jäten, rode ich gleich richtig. Es schwebt mir ja schon lange vor, hier ein kleine Sitzplätzli einzurichten. Nur will ich nicht gleich mit der grossen Kelle anrühren, sondern quasi eine Variante light erstellen. Erstens ist die Aufgabe auf diese Weise zu bewätltigen, zweitens sind die Kosten sehr gering und drittens lässt sich der Platz in nullkomanix rückbauen. Bleibt noch zu erwähnen, dass ein halber Tag Arbeit ausgereicht hat, um meinen kleinen Traum zu verwirklichen.

Schokoerdbeeren

Hach, mich freut’s! Es gibt Kaffee und Schokoerdbeeren aus Kaliningrad zur Einweihung. Die Tasse ist aus Krasnalessje.

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Samstags die Ruhe – Peace and Quiet

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Rosenstrauss

Hallihallo, liebe Leserinnen

Ich geniesse mein Zuhause, habe schon eine Gartentour hinter mir, an der Leine flattert Wäsche, den Kaffee geniesse ich in völliger Ruhe. Was für eine Wohltat! Aber zu klagen habe ich nichts: Wir haben die besten Schüler und Schülerinnen, man kann sie nicht genug loben. Mit ihnen auszukommen, wenn sie nicht stillsitzen müssen, ist super einfach. Sie wollen tätig sein.

Zwischenbemerkung: Die smartphones sind zu Hause geblieben.

Immer guter Laune, verhielten sich unsere Jugendlichen in der Öffentlichkeit vorbildlich, jammerten nicht auf der anstrengenden Wanderung oder liessen sich schnell wieder aufmuntern. Der improvisierte Tischtennis Tisch war ebenso immer im Gebrauch wie das durchhängende Volleyball Netz, sobald wir von den Ausflügen zurückkamen. Nie war es einfacher, helfende Hände für die Küchenarbeit zu finden.

Das zeigt deutlich, dass für die Schule für Bewegungsmenschen nicht unbedingt passt. Neu ist diese Erkenntnis nicht. Seit Beginn meiner Berufszeit wünsche ich mir mehr Sport, mehr Handwerk und Gartenbau.

Letzte Woche war voll der Sommer: Sonne, blauer Himmel, heisses Wetter. Wir sind gewandert, wir haben gespielt, gebadet, gelernt und gelebt. Schule als Lebensraum ist in Klassenlagern immer besonders sicht- und spürbar.

In der Zwischenzeit sind hier die Pfingst- und Kletterrosen verblüht. Es tut mir ein bisschen leid, dass ich die Vollblüte verpasst habe.

Rosenstrauss_2

Good morning my dear readers!

After a week in the french speaking part of Switzerland with the students, I am back home. It’s nice to enjoy peace and quiet after a busy week although I cannot complain at all. We had the best of week, the best of class camps. Our students are the best. I really mean it! They are polite, thankful and have manners. They are always in a good mood when they can be active: hiking, swimming, playing, dancing, helping in the kitchen. They are patient and helpful. I’m really looking forward to meet them as grown-ups in a few years. 

Watching the kids in a different surrounding (not the classroom) is very interesting. I think this experience shows once more that the school – like it is understood today – is not the best of ways. I’ve always made arguments for more sport and activity, hand craft and gardening in school. 

Last week with the students and my fellow teacher showed me again that beeing a teacher in Tobel is what I want to be. 

Meanwhile the roses and peonies in my garden have lost their strength and have faded, which I am a bit sad about. I didn’t see them in full bloom. But there are other flowers about to bloom. 

 

Verlinkt mit Samstagsplausch bei Andrea von Karminrot.

Plants for the Planet – Meine kleine Baumschule

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Wenn ich die Gartenpflege rund um unser Haus einstellen würde, ginge es drei Jahre und wir könnten weder den Schopf betreten, unsere Autos parkieren, noch durch die Scheune ins Haus hinein gehen. Alles würde zuwuchern, überwuchern, begraben unter grünem Wildwuchs. Hunderte Bäume würden in der Wiese und auf dem Kiesplatz wachsen, Eschen, Ahorn, Nussbäume, Holunder und seit letztem Jahr auch Eichen. Brombeeren würden ihre dornigen Ranken um die Bäume treiben, den Fensterläden hoch bis übers Dach. Bald wäre auch die Strasse zugewachsen, denn die Triebe drücken sich durch Risse im Asphalt. Dazu würde sich ein Meer von Brennnesseln bis zum Nachbarn ausbreiten.

Ich mags gern wild, deshalb darf auch vieles stehen bleiben, was andere Hausbesitzer im Keim ersticken würden. Ich hingegen habe einige Keime eingesammelt und kultiviere sie in Töpfen, bis ich sie dann zum Beispiel am Wiesenbord im Süden, entlang des Hühnerzauns im Westen oder an der Grenze im Osten einpflanzen kann. So bin ich Direktorin einer eigenen, kleine Baumschule geworden.

Baum

Das wird vielleicht mal ein grosser Nussbaum. Seine Mama ist jedenfalls riesig, hat aber nur kleine Früchte.

Ich sehe, dass es überall auf der Welt sehr ambitionierte Baumpflanzprojekte gibt, zum Beispiel in Teheran, Australien, Deutschland. Eine Million, eine Milliarde Bäume. Gegen den Klimawandel.

Mein Traum reicht nicht so weit. Vor ein paar Jahren war ich zu Besuch bei einem Mann, den man mit dem Namen Dschungelhuber kannte. Tja, so einen schönen wilden Garten möchte ich auch haben. Darauf arbeite ich hin.

Baumschule

Auf der Gartenbank aus Granit, wo eh nie jemand sitzt, stehen acht Eichen, ein Holudner und ein Nussbaum. Ein schönes schattiges Plätzchen, an dem ich jeden Tag mehrmals vorbei komme, damit ich nicht vergesse, die Feuchtigkeit der Erde zu kontrollieren. Im Hintergrund sieht man noch einen Topf, eingegraben in der Erde. Da wachsen zwei Kiefern heran.

Kieferklein

Weiden ziehe ich im Wasserfass auf. Es geht nicht lange und schon bilden sich an den abgeschnittenen Zweigen Wurzeln. Ich werde ein Loch in den Boden schlagen, den Zweig einsetzen und den Hohlraum mit Sand-Erde-Gemisch auffüllen. Kommen trockene Zeiten, muss ich giessen.

Weiden

There are so many plants, big and small around our house. If I wasn’t keeping an eye on them, we wouldn’t be able to enter the house anymore in three years. Blackberries are the quickest, stinging nettle, too. But there are also many trees growing from seeds of trees that are already on the property: wallnuts, ashes, maple and oak.

I’ve started my own little school of trees a few weeks ago when I found some acorns. Wouldn’t it be useless to throw them onto the compost pile? They would grow anyway, wouldn’t they? I’d better put them in a pot and watch them grow, plant them on a perfect place when they are big enough. I have also a wallnut tree and two pines, some elderberry bushes and willows, which are in a big water tank making roots already.

There are project around the world to plant millions, billions of trees against klimate change and for the planet. I am not that ambitious. I just want to have more trees because it means more birds. More diversity. It’s a pitty that Swiss houses seldom have real trees in the garden. 

Medicinal Plants Against Little Aches and Pains – wollen, was man tut

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ZitronenmelisseZitronenmelisse wirkt zerstampft gegen Fieberblasen und andere Entzündungen.

I’m packing, which is not the most loved part of travelling to put it mildly. But it has to be done. There is my personal stuff plus some items for the kitchen as well, tools and food we can’t buy in the tiny grocery store in Les Bayards. I have to admit I am a bit unorganizied. All of a sudden, I remembered to be responsible for first aid kit and some medicine to cure the little aches and pains.

According to this blog I frequently read I’m going to pack: Ginger against travel-sickness, coal agains diarrhea, arnica against little blessures, marigold against all kind of problems, peppermint is refreshing and relieves the stomach after a heavy meal.Valerian for a good sleep (would it work as a sedative to get the students to bed earlier?). Chamomile is the best in case of inflammation, stomach ache and abdominal influenza.

I can find some of these medicinal plants in my garden …

Pfefferminze

Nein, Sommerferien sind nächste Woche bestimmt nicht, obwohl wir verreisen und auch wenn wir uns zum Spass „Schöne Ferien!“ wünschen, bevor wir in den Reisecar steigen.

Ich stecke mitten im Packen. Zuerst lege ich meine persönlichen Sachen parat: Kleider, Regenschutz, Sonnenhut, Schlafsack. Einen kleinen Rucksack werde ich morgen früh mit Wasserflaschen und Mittagessen für den Montag füllen. Dann gibt es noch ein paar Utenslilien für die Küche: Kenwood, Raffelaufsatz, meinen nigelnagelneuen Bamix, … Holzkohle. Die laktosefreie Milch liegt noch im Kühlschrank, darf ich nicht vergessen!!!!!

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Und ja, die Apotheke. Passend dazu habe ich folgendes gefunden:

Nun stehen ja die Sommerferien vor der Tür. Egal wohin Sie verreisen – denken Sie an Ringelblume bei Hautausschlägen, Ingwer bei Schlechtsein und Reisekrankheit, Kohle bei Durchfall, Spitzwegerich bei Insektenstichen, Apis (Bienengift) bei Bienen- und Wespenstichen, Arnika bei allen Wehwehchen, Wallwurz bei Prellungen, Baldrian damit Sie die schnarchenden Mitreisenden nicht hören, Pfefferminze bei Völlegefühl und eben die Kamille, falls Sie noch etwas unruhig sind! Auf alle Fälle wünsche ich Ihnen einen solchen Strauss solch schöner Blumen für Ihre wohlverdienten Ferien! Geniessen Sie das Nichtstun, geniessen Sie ihre Liebsten und nehmen Sie doch den nachstehenden Spruch als Leitsatz für Ihre Ferien mit:

Das Glück besteht nicht darin, dass du tun kannst, was du willst, sondern darin, dass du immer willst, was du tust! Leo Tolstoi

Wie gesagt, Ferien werden das in Les Bayards mit 40 Jugendlichen nicht sein. Aber ich will es trotzdem erleben. Ich freu mich!

Holunderblüte

Verlinkt mit Sonntagsglück bei Kathrin.

Sie pflegt ihre Tomaten, wünscht sich Kürbisse und stellt sich auf heisse Tage ein. Und da ist die Frage, wer denn schon in Ferienlaune ist. Nun, diese Frage habe ich wohl soeben beantwortet.