Archiv der Kategorie: Garten

Pflückfrischer Salat – Weed? Of course not!

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WilderSalat

Ernten ist das neue Jäten!

I don’t weed anymore, I harvest!

Giersch, Vogelmiere, Ehrenpreis, Gänseblümchen, Löwenzahn. Das sind gerade mal vier essbare (Un)kräuter, die ums Haus herum wachsen. Ich bin entschlossen, noch viele mehr kennenzulernen.

Goutweed, chickweed, speedwell, daisy blossoms, dandelion leaves. These are four edible plants that grow around my house. I’m determined to learn a lot more.

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Heute gibt es wilden Salat. Mit gerösteten Kernen besonders lecker.

Today, we are going wild. I may add a bit lettuce, and some fried seeds. 

 

Bon appetit!

Samstags wird alles gut – This Glorious Sign of Spring

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Forsythie

Ja, ja, ich weiss. Das Gelb der Forsythie ist zu knallig, richtig giftig sogar. Es erinnert mich zudem an meinen Skianzug, der mich in jenem Skilager zum unbeliebtesten Kind gemacht hat. Die Pflanze selbst ist zu nichts nütze, weil sie keine Insekten nährt. Sind die Blüten erst verwelkt, versinkt sie in der Gewöhnlichkeit.

Also raus damit …

Nur, was blüht in Oberheimen, wenn in tiefer gelegenen Regionen der Frühling schon so richtig ausgebrochen ist und rosa, weisse, gelbe Blüten um die Wette strahlen? Mit jeder Geländestufe komme ich auf dem Nachhauseweg ein bisschen weiter zurück im Kalender. Die Bäume werden kahler, die Wiesen blasser, die Farbtupfer seltener. Aber fahre ich um die letzte Kurve, bin schon fast zu Hause, sehe ich die Forsythie in meinem Vorgärtchen blühen. Meine wintermüden Augen saugen die Farbe auf und ich spüre: Alles wird gut!

Spring is always a bit behind in our region. When spring has already arrived in lower parts, the meadows are less green in Oberheimen, the trees still seem to sleep and colours of flowers are scarce. It’s always a wonderful surprise to see the forsythia in my front yard. It is proof that spring’s arrived actually. 

It is said that forsythia is of no value to nature, because there is never one single insect on it. It might be poisonous, I don’t know. Many people don’t like the bright yellow. And yes, it reminds me of a time in my life when I had the ugliest yellow ski dress that made me nobody’s friend. 😉 Friends of mine say the bush is artificial, worthless and bad looking and they get rid of it. 

I would never dig out my forsythia, this glorious sign of spring in my little village. 

Have a nice weekend, my friends!

Enjoy the signs of spring.

 

 

 

Meinen Frühlingsgruss schicke ich an die SamstagsPlauschRunde 13.19 bei Andrea Karminrot.

 

 

 

Biodiversity – Insektensterben, Vogelsterben – Ich mag gar nicht darüber nachdenken

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Girsch

Wir lesen dieser Tage überall davon: Bienensterben, Vogelsterben. Ich mag gar nicht darüber nachdenken. Mir wird ganz sturm vor lauter Ideen, was ich alles dagegen unternehmen soll. Alles macht soviel Arbeit!

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Und während ich so meinen Blätz abschlendere, gucke, was schon alles aus dem Boden kommt, jetzt wo die Sonne wärmt und lockt, da denke ich: Mensch, was bist du blöd! Gar nichts musst du tun. Lass einfach alles wachsen. 🙂

Unser Ordnungssinn ist es, was der Natur schadet. Unsere Faszination für gerade Reihen, das Bestreben Gleiches zu Gleichem zu stellen und Fremdes auszumerzen beschneidet die Biodiversität, der Ruf nach sauberen Abschlüssen und klaren Begrenzungen.

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Mal schauen, wie weit ich mit meiner neuen Gartenphilosophie, die Biodiversität als hehres Ziel hat,  komme. Heute trinke ich erst mal Brennnesseltee. Und später gibt es einen gemischten Salat mit frisch geschnittenem Giersch (der Schnittlauch ist noch sehr mikrig). Und dass ich für ein Bienenhotel doch noch zur Bohrmaschine greife, zeige ich euch bei Gelegenheit.

Übrigens soll Schöllkraut gegen Warzen helfen …

Schöllkraut

With spring arriving, I’ve started thinking about my garden and orchard. Although I live in a region where nature is quite intact and has a lot of space, I can see that there are things to do against the dying of insects, including wild bees and birds.

I have a few plans which are all quite time consuming. Have you ever planted busches or trees? In order to get a patch of poor grassland, I must bring in sand frist and seeds later. The mear thought of all the work makes me tired. I don’t want to think about the danger our planet is in anymore.

But this morning I realised that I don’t have to do anything, that there is in fact no work to do at all. I just have to let grow, what ever wants to grow in my property. My only concern are my neighbours who might not be ready for my vanguard thinking.

But anyway, who makes the decisions of what is worthwhile and what is weed? Instead of working hard to have clean edges and angles, I drink stinging nettle tea and later have a salad with chopped goutweed.

The third plant is celandine. It helps agains warts.

Gartenglück-2

 

Verlinkt mit Sonntagsglück.

 

 

Zuwachs bei den Bienen – Violet Carpenter Bee

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holzbieneblau

Weil die frisch geschlüpfte Sumatra Regenwaldbiene nicht ganz ernst zu nehmen ist, bekommt die Bienenkollonie Zuwachs in Gestalt einer tatsächlich existierenden Spezies: Die Blaue oder Violette Holzbiene.

I didn’t know there was a bee named violet carpenter bee. In case you would like to read more, you will find information on Wikipedia. There are a few sites that provide knowledge about this beautiful bee.

Wer mehr über dieses schöne Insekt, das Totholz braucht, um nisten zu können, erfahren möchte, liest am besten hier oder hier nach. Zugewandert ist die Holzbiene aus dem Süden. Ob das mit dem Klimawandel zu tun hat?

Ich jedenfalls kann es kaum erwarten, im Frühling auf Suche zu gehen. Wir haben hier jede Menge Totholz, und Muskateller Salbei steht schon auf der Einkaufsliste.

I can’t wait to check on the old and dead branches of our elderberry bushes whether there are any violet carpenter bees. I most certainly are providing food for these wild bees in spring. They like Muscatel Salvia.

holzbiene

Anyway, my colonie of wild bees has grown.

 

Lazy Morning – So beginnt der Morgen gemütlich

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I’m in no hurry this morning. The fire is crackling, a coffee and a book. The cat hasn’t found her place to rest yet … It’s still dark outside. Later I’m working in the garden.

Wir gehen es heute langsam an. Ein Kaffee, ein Buch. Draussen noch dunkel. Später wüte ich für eine zweite Etappe im Garten.

Übrigens kommt das Lesevergnügen aus dem Brockenhaus. Die Buchempfehlung „Christopher Ross“ stammt von einem ehemaligen Schüler.

Samstags Feldspat, Quarz und Glimmer – A Piece of Earth History

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Herbstgenuss

A lot has happened the last week. After the rain, it seems like nature would want to make up for the dry weeks and months we had. There is plenty of everything: mushrooms, walnuts, apples, pears and grapes. 

I also got a new counter top in the tiny kitchen. I cannot fathom the age of this granite. Do you know how Earth looked like 200 million years ago when this stone emerged from magma? It was the time of the giant continent Pangaea.  I now have a piece of Earth history in my kitchen. 

I teach German to some kids from other countries of Europe. Yesterday a girl told my what she loved about Switzerland. Nature, she said. Her eyes glowed when she told me that she drives to school by bike along the meadows. That it takes her two minutes to be in the forest. Obviously she’s visited some parts of the country and is amazed that she could see the mountains from any place. She also told me that she can’t believe that Swiss people take the beauty of the country for granted. So today my heart is full of admiration and gratefulness for the Earth. 

Sicher erinnert ihr euch an diesen Spruch aus dem Erdkundeunterricht. Granit besteht aus Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess ich nimmer. Tatsächlich, wenn ich schräg in unsere neue Küchenabdeckung schaue, glitzern da kleine Einschlüsse. Letzten Montag wurde die Platte geliefert. Ich finde es unfassbar, dass der Stein mit dem schönen Namen Calanca (aus dem Tal mit dem selbigen Namen) ungefähr 200 Millionen Jahre alt ist. Weisst du, wie die Erde damals ausgesehen hat? Es war die Zeit des Riesenkontinents Pangäa. So gesehen, wäre auch ein Afrikanischer Granit ein lokales Produkt gewesen … 😉

Ich staune zur Zeit auch über den Segen, den die Natur hervor bringt. Unsere Wiesen rund um Oberheimen sind voller Champignons. Bei uns im Garten spriessen Schirmlinge aus dem Boden. Die Äpfel, Birnen, Nüsse und Trauben sind reif. Ich weiss gar nicht, wo ich mit der Verarbeitung der Ernte anfangen soll: Traubensaft und -gelee, Apfelmus und Birnschnitze. Die Nüsse muss ich nur zusammenlesen und zum Trocknen auslegen. Dabei wollte ich doch heute endlich meine Gartenbeete parat machen: hacken, mulchen, bepflanzen. Ich habe eine laaaaaaaange Liste gemacht und fühle mich fit, sie auch zu bodigen.

 

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

 

 

Betörender Duft – Beguiling Scent

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Rosenblätter

Ich sammle Rosenblätter zum Trocknen.

Wenn die Tage kurz werden, wird mich der betörende Duft

an diesen einzigartigen Sommer erinnern.

I’m harvesting and drying rose buds.

I know that their beguiling scent

will bring back memories of this extraordinary summer when the days get short.