Archiv der Kategorie: Garten

Samstags 2 * 22 – Leichte und grobe Arbeit – No Heavy Work on Saturday

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Guten Morgen, meine Lieben!

Gestern hat mir ein Kollege erzählt, er habe seinen Medienkonsum eingestellt und deshalb viel Zeit gewonnen, die er jetzt für handwerkliche Tätigkeiten nutzt. Eine Rolle hat bestimmt gespielt, dass in der nächsten Nähe seines Wohnortes ein riesengrosser Baumarkt seine Tore geöffnet hat. Auf dem Nachhauseweg kann er das Material für seine aktuellen Vorhaben gleich mitnehmen.

Eine gute Entscheidng hat mein Kollege da getroffen, denn Handarbeit macht glücklich, dafür stehe ich als der lebende Beweis ganz oben auf der Liste der Zufriedenen. Ich bin ja da recht breit unterwegs, habe Fähigkeiten in den verschiedensten textilen und nichttextilen Bereichen, kenne mich aus mit einfachen Heimwerkerarbeiten und erstelle auch mal etwas Grobes, wie zum Beispiel gestern die Behausung für die Gastgänse. Das hat mich richtig zufrieden gemacht, was wohl auch daran liegt, dass ich den ganzen Nachmittag im Freien gearbeitet habe. Es ist einfach ein Spass, in der geerbten, dicken Vliesjacke meines Schwiegervaters und den warm gefütterten, übergrossen Gummistiefelen auf dem Gehöft herumzuschlurfen und Material zusammenzusuchen.

Nur wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich zugeben, dass ich nach dem Chrampf gestern meine Schultern, Ellblgen und Handgelenke spüre. Zudem habe ich mich am Bein verletzt, als ein schweres Palette die Balance verloren hat. Deshalb werde ich es heute ruhiger angehen lassen und ein paar Reihen häkeln, ein bisschen Verputz an der Badezimmerwand aufziehen (am Montag wird die Tür geliefert und montiert), aber zuallererst mit der zweiten Tasse Kaffee die spannenden Artikel über die Bilchen und das Tier des Jahres lesen.

Macht’s gut!

Good Morning, dears!

If I am honest, I’m feeling some pain in my joints this morning. I probably overdid it a bit yesterday when I worked outsid the whole afternoon doing some heavy work all alone. I took some precaustions though, but obviously not enough. I have sore shoulders, ellbows and wrists. Therefore I am going easy today.

I want to crochet few rows on my lace, put on some plaster at the wall in the renovated bathroom (the carpenter is fittin in the door on Monday), but have to buy the material at the construction site this morning. Doing handywork makes me happy and others, too. In fact a colleague of mine told me yesterday that he had stopped reading and watching news and had cut back on social media as well. Therefore he has now lots of spare time to do handywork instead. When he told me about his many projects, he was really excited and looked totally satisfied. But before I get active, I’m having a second cup of coffee and going to read the articels in the pro natura magazine about the animal of the year more thoroughly than yesterday.

This makes me happy, too.

Take care!

Verlinkt mit Andrea Karminrot

Sleeping With the Geese – Mit den Gänsen ins Bett

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Gunnar und Lasse sind zwar nur hier in den Ferien, wie lange der Aufenthalt aber dauert, ist unbestimmt. Die Unterbringung im Treibhäuschen schien mir deshalb von Anfang an nur provisorisch. Es juckte mich die ganze Woche schon in den Fingern, eine gemütlichere Behausung für die Federviecher zu bauen. Heute war es dann soweit, da ich nur am Morgen Unterricht habe und auch das Wetter stimmt. Von ein bisschen Schneefall liess ich mich nicht abbringen.

Gunnar and Lasse are on holiday. However, nobody knows for how long. I’ve thought from the beginning that the greenhouse wasn’t the right place for the geese to sleep. I’ve wanted to make a more suitable house for the whole week. Today I got it done eventually. Friday is my schoolfree afternoon, and the snow didn’t stop me from working outside.

Ein alter Schopf ist Gold wert, weil da allerlei Material herumliegt, das zum Wegwerfen zu schade ist. Einmal mehr konnte ich aus dem Vollen schöpfen: Fünf Europaletten und zwei alte etwas grössere boten das perfekte Material für ein Gänsehaus. Eine Entrümpelungsaktion ist ein zusätzlicher Pluspunkt. Während ich also das Material mit dem Sackroli ans Tageslicht beförderte, entwickelte ich den definitiven Plan.

There is lots of material in the old shed to build anything for the outdoors. I found five Euro paletts and two very old, a bit bigger ones that would be the roof. While I was carrying out the material, I came up with a perfect plan without even hammer one nail or need a screwdriver. This house will be easily taken apart and transported to another place.

Das Gänsehaus wird mit dicken Pfählen, ebenfalls aus den dunklen Ecken des Schopfes und zwischen die Spalten geschoben, zusammengehalten. Ich musste keine einzige Schraube anbringen und kann deshalb das Haus mühelos wieder auseinandernehmen und an einem anderen Ort aufstellen.

Im Hauspreis einbegriffen waren zwei grosse SBB-Planen, von denen die eine jetzt das Dach wasserdicht hält. Mit schwarzen Schüren, die vor wenigen Wochen noch um die Betonplatten geschlängelt waren, konnte ich die Plane festbinden.

Gänse brauchen einfach einen geschützten, trockenen Ort. Wenn es nicht regnet, schlafen Gänse oft im Freien, denn für den Fuchs sind sie zu gross. Sie machen auch so einen Riesenkrach, wenn sich jemand nähert, dass jeder Reineke panisch Reissaus nimmt.

Tadah! Have a look at the finished shelter. Geese don’t need a closed coop like the hens. They are too big to be prey for a fox. They make such loud noise that any fox would run for his life. It is said that geese saved Rome for being taken over. I don’t doubt it for one second. To be honest, I was afraid of the geese until today. It seems that the geese enjoy their new territory very much because they are much friendlier now.

Damit die Hütte auch richtig kuschelig ist, kaufte ich in der LANDI einen Sack Holzschnitzel und zwei Säcke Chinagras. Kosten für das ganze Haus: 21. 80 für die Einstreu. Mittlerweile ist es Abend geworden …

I went to LANDI and bought woodchips and China grass in order to make it very cosy for the geese. So the whole house costed me a bit more than 20 Swiss francs. Meanwhile it is getting dark …

Am liebsten würde ich diese Nacht bei den Gänsen schlafen.

I would very much like to sleep with the geese tonight.

Keine/r zu klein – No one too little

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…. ein Gärtner zu sein. …. to be a gardener.

Ä Schuuflä, än Chübel, än Huufä Dräck. Das isch Glück.

Eine Schaufel, ein Kessel, ein Dreckhaufen. Das ist Glück.

A shovel, a bucket, a pile of heap of earth.

Who needs a playhouse anyway.

An Apple A Day Keeps The Doctor Away – Der Freude verpflichtet

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Es überrascht mich immer wieder, wie viel wichtige Arbeiten plötzlich auftaucht, wenn eine verpflichtende Arbeit getan werden sollte. Seit eineinhalb Wochen kommt einfach immer etwas dazwischen, wenn ich mich zum Korrigieren von drei Klassenarbeiten hinsetzen will.

Den Garten muss ich einwintern, bevor der erste Schnee fällt und da der Wetterbericht auf den 28 Oktober den ersten Schneefall angekündigt hat, hatte Büsche schneiden, Strassenrand putzen, Gartenbeete abräumen einfach Priorität. Oder Wäsche waschen, Mittagessen kochen, einen Besuch machen. Heute musste ich endlich die Äpfel ablesen. Denn das schleckt keine Geiss weg: Diese Äpfel werden in den nächsten drei bis vier Monaten meine tägliche Vitaminspender sein. Sie vorrätig zu haben, ist angesichts der drohenden Grippewelle unbestritten ein Muss. Und damit sie vorrätig sind, muss ich sie ja ablesen.

Fast hätte ich es vergessen:

Wir haben Ferien,

und da bin ich doch vor allem der Freude verpflichtet, nicht wahr?

There is this important saying: An apple a day keeps the doctor away. It is so important that there is a unit dedicated to it (and to a healthy diet). I picked the apples from a tree we had planted 10 years ago. I think there are enough to bring me through the cold months healthily. There are still some apples on the tree for the birds. No need to climb up too high, fall down and break a leg.

I wonder why so many tasks pop up when I should grade three test sof my students. There is always something more important to do: the laundry, preparing lunch, harvesting, tending the garden beds, cleaning the chicken coop, visiting the grandchildern, the mother-in-law, a neighbour. I will do what I should have done for almost two weeks but not tonight. It’s gotten too late …

Anyway:

I’m enjoying my fall break.

Why should I think about work?

Before and After – Vorher Nachher

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Wie war die Woche? – The Week That Was

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Paradise

Und? Wie war die Woche?

Geärgert? Dazu fehlen mir die Worte!
Gedacht habe ich, dass die Menschen noch begeistert Muscheln suchen, während sich hinter dem Horizont die Tsunamiwelle aufbaut.
Gefreut haben mich die letzten Septembersonnentage.
Gefühlt bis ins Innerste habe ich die lauten und vielzähligen Freiheitstreicheln.
Gegessen habe ganz viele Tomaten aus dem eigenen Treibhäuschen.
Gehört habe ich das Summen der Bienen am Efeu im Wald.
Gekauft habe ich einen Klassensatz easy reader „The Wave“ für den Englischunterricht auf Schulrechnung.
Gelacht habe ich über das unglaublich stümperhafte Covid-Testen an unserer Schule.
Gelesen habe ich nur ein paar Seiten in meinem neuen, dem Bücherschrank entommenen Australienroman.
Gelitten habe ich mit den Kleinkindern, die auf der Strasse Maske tragen müssen, weil ihre Eltern falsch informiert sind und Angst haben.
Geplant haben wir unseren nächsten musikalischen Auftritt in der Kirche.
Gesehen habe ich weitere Episoden von Chicago Med und PD auf DVD. Altmodisch. 😉
Gespielt habe ich Flöte, üben fürs kleine Konzert in der Kirche.
Getan, genauer, gemäht habe ich die Wiese rund um meinen Gemüsegarten.
Getroffen habe ich mich mit dem Bänker, weil die Hypothek ausläuft.
Getrunken habe ich gestern mit der Freundin auf dem Bänkli vor ihrem Hühneraus an der Sonne ein Quöllfrisch.
Geweint habe ich im Auto, weil mich ein Song aus meiner Jungedzeit dazu veranlasst hat.
Gewundert habe ich mich, wie es kommt, dass sich #metoo nicht zur Affäre unseres Bundesrates AB verlauten lässt. Aber eigentlich wundert mich nichts mehr.

How was the week?

Did I get angry? There aren’t just enough words to express myself.
I thought that people still collect shells and snail while behind the horizon a huge tsunami is rolling in.
The last sunny days of September made me happy.
I felt deep inside the beat of the huge bells of freedom.
There have been so many tomatoes I could eat fresh from the bush.
I listened to the humming of one million bees feeding from the ivy blossoms in the forest.
I bought a collection of easy reader „The Wave“ for my English class.
I had to laugh about the ridicuous testing for Covid at our school.
Gelesen habe ich nur ein paar Seiten in meinem neuen, dem Bücherschrank entommenen Australienroman.
I suffered with the little children forced to wear masks outside because their parents are missinformed and fearful.
We planned our next musical performance in church.
We wachted more episodes of Chigaco Med and PD on DVD. Old-fashioned, indeed.
I played the recorder, practising for a little concert.

What did I do? I mowed the meadow around my vegetable garden.
I met the banker about the mortgage.
I drank beer at a friend’s house in the sunshine next to her hen house.
I cried while listenint to a song from my youth.
I wondered why #metoo doesn’t say one word about the behaviour of a member of the Swiss government. But then, why should I wonder?

Früchte der Erde – Harvest Time

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Zugegeben, der Sommer war ziemlich verregnet und kühler als üblich. Deshalb freut mich die Septembersonne umso mehr. Ich fühle mich schon wieder ganz versöhnt mit dem Wettergott. Sehr erfreulich ist auch, was im Garten alles gewachsen ist und unter den wärmenden Strahlen noch immer wächst. Auf dem ersten Bild könnt ihr die gestrige Ernte sehen.

I have to admit, this summer was quite rainy and cooler than usually. That’s why I am so grateful for the September sun. Meanwhile I’v come clean with the weather god. Gladly a lot has grown in my vegetable garden and is ready for harvesting. You can see what I was able to pick yesterday. The squashes are spotless, which means I can keep them in the cellar for a while.

Seit Wochen fallen reife Gravensteiner vom Baum. Waren sie anfangs klein, was ich dem nassen Sommer zurschrieb, dürfen wir jetzt die grossen zusammentragen. Das ganze Dörfli kocht Apfelmus. Morgen könnte ich zur Abwechslung ein paar Schnitze dörren.

For weeks now, ripe Gravensteiners are falling from the two trees. At the beginning, the apples were quite small and I thought the wet summer must be the reason. But now, the really big ones are ripe and we pick them up every day and make apple sauce. Tomorrow I may dry some for a change.

There is a bon fire ready to fry some sausages and slices of zuchini for supper.

Let the weekend begin!

Draussen brennt ein Feuer, damit wir heute Abend zwei St. Galler Bratwürste

und ein paar Scheiben Zucchetti grillieren können.

Das Wochenende darf beginnen!

Donnerstags brennt’s – Stinging Nettle Tea

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Rund ums Haus wachsen neun Heilkräuter wachsen, steht in meinem Buch von Wolf-Dieter Storl, dem Waldschamanen, deutsch-amerikanischer Nationalität. Ich habe mich auf die Suche gemacht und bin fündig geworden. Die eine oder andere dieser Pflanzen habe ich schon vorgestellt, zum Beisiel das Chäslichrut. Storls Bücher sind übrigens wirklich lesenswert, weil sie nicht nur lehrreich, spannend und inspirierend (ich habe Brennnesselbier gebraut, das ganz ordeli schmeckt), sondern auch gute Unterhaltung sind. Seit ich das Vertrauen in verschiedene Einrichtungen, unter anderem das Gesundheitswesen, verloren habe, kann es nicht schaden, altes Wissen zu aktivieren, um sich beim einen oder anderen Boboli selber helfen zu können.

Die Brennnessel ist eine der neun Pflanzen, die auf unserem Grund wachsen dürfen. Hier in Oberheimen gibt es an jeder Ecke davon. Zu den Inhaltsstoffen der Brennnessel zählen die Mineralstoffe Kalzium, Kalium und Eisen, wichtige B-Vitamine, Vitamin C und K, sowie Kieselsäure und Carotinoide.

Heute habe ich junge Triebe der Brennnessel geerntet und im Baumschatten zu trocknen begonnen. Für meinen Tee (er soll unter anderem gegen Husten helfen) verwende ich nun jedoch frisch geschnittene Blätter. Ich pflücke sie von Hand und lasse mich gerne ein bisschen stechen.

There is stinging nettle all around our house. I cut some young shoots today as I want to fill up my herbal medicine chest. The leaves are spread out and will be dry in two or three days ( I sill can’t believe that the weather forecast is talking about sunshine and temperatures over 20 degrees Celsius for six days in a row.

I also cut some leaves to make myself a cup of tea. It’s high time to get rid of this cough … Falls is just around the corner and than winter …