Archiv der Kategorie: Garten

This Beautiful Spring Sunday – Da hat ihr der Frühling entgegen gelacht

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Zwei und zwei fügen sich zusammen. Ertens habe ich das Büchergestell wieder in alphabethische Reihe gebracht, dabei ein Buch entdeckt, das ich noch nicht gelesen habe. Zweitens auf einem Blog eben dieses Buch als lesenswert empfolen bekommen. Sag ich’s doch: Das www kann inspirierend sein. Hast du das Buch schon gelesen?

I love coincidences. First I came across this book when I reorganised my bookshelves. I haven’t read it yet. Was man von hier aus sehen kann means „What you can see from here“. I love seeing things from here. I take a walk up the hill to enjoy the view to the Lake of Constance and into Germany every evening. During winter all you can see are the lights that indicate the shore. In summer the view is sharp and clear sometimes but when the humidity is high the sight is blurry.

Second, I read on a blog Icame across that this very book is highly recommended. So once again: the www can be very inspiring. Guess what book is on my night stand?

Usually, I do not think about poems much.

But now and then I come across some really nice lines. It’s the perfect poem for

this beautiful spring Sunday!

Die Tulpe

In der Erde dunkel, schläft die Zwiebel.

Sie hört die Vögel singen und denkt, was für ein Lärm da oben.

Neugierig streckt sie ihren Hals und kommt ans Licht.

Da lacht ihr der Frühling entgegen.

Meine eigenen Zeilen, aber schau doch das Gedicht von Josef Guggenmos an. Ich habe es auch auf einem Blog gelesen.

Mehr Tulpen habe ich nicht (mehr). Letztes Jahr waren da noch weisse, aber vielleicht kommen die ja noch. Auf jeden Fall lacht mir der Frühling entgegen.

Samstags 15/2021 – A Limitied World ??? Eine beschränkte Welt

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Wilhelm Busch bringt meine Woche auf den Punkt. Das Wetter ist noch immer nicht wirklich zu des Gärtners Freude, denn es ist mit Bise sehr kalt. Im Unterschied zum Liebstöckel sind mir aber, mit Jacke, Handschuhen und Mütze bekleidet, nicht die Spitzen abgefroren. Ja, es wurde mir beim Graben und Schaufeln sogar schön warm.

Ein frohes Wochenende wünsche ich euch!

Auch ich war immer daheim,

grub, krautete, stocherte, handhabte die Gießkanne,

besah alles, was wuchs tagtäglich genau und bin daher

mit jeder Rose, mit jedem Kohlkopf, mit jeder Gurke intim bekannt geworden.

Eine etwas beschränkte Welt, so scheint’s.

Und doch, wenn man’s recht erwägt,

ist all das Zeugs,

von dem jedes einzelne unendlich und unergründlich ist,

nicht weniger bemerkenswert,

als Alpen und Meer,

als Japan und China.

Wilhelm Busch (1832 – 1908)





I, too, was always at home,

digging, weeding, poking, handling the water can,

inspecting everything that grew every day, and therefore became

intimately acquainted with every rose, every head of cabbage, every cucumber.

A somewhat limitide world, it seems.

And yet, when you consider it right,

all that stuff,

each of which is infinite and unfathomable,

is no less remarkable than

the Alps and the sea,

than Japan and China.

Wilhelm Busch (1832-1908)

Und heute ruhen wir uns aus. Verlinkt mit Samstagsrunde bei Andrea Karminrot.

Glaube an das Morgen – Believe in Tomorrow

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To plant a garden is to believe in tomorrow.

Als meine Kinder alle noch zu Hause waren und ich mit ihnen, hatte ich einen grossen Gemüsegarten. Später baute ich, als die Jungs nach und nach auszogen, meine Tätigkeiten in der Schule aus. Der Gemüsegarten wurde aufgehoben, Wiese, Büsche und Bäume gaben am Feierabend genügend Arbeit.

Schon seit längerem trage ich mich angesichts der Weltlage mit dem Gedanken, nach meiner Pensionierung wieder Gemüse anzubauen. Die Weltlage und die Lage in der Schweiz hat sich im vergangenen Jahr noch einmal stark verändert. Mein Vertrauen in Errungenschaften und Einrichtungen der Eidgenossenschaft ist geschwunden. Ich erkenne, dass ich mich sobald nicht aus dem Erwerbsleben zurückziehen werde. Die Gartenpläne wollte ich aber nicht so weit hinausschieben.

Deshalb habe ich mir einen Streifen Garten angelegt mit den Möglichkeiten, die mir kräftemässig zur Verfügung stehen. Einfach mal anfangen, die ersten Schritte tun, nachher weiter schauen, das war meine Devise. Zwar wurde mein Eifer durch den erneuten Schneefall und die kalten Temperaturen ein bisschen gedämpft. Aber bereits sind die ersten Pflänzchen in die Beet gesetzt und strecken ihre Köpfe in die Sonne.

When my children were little and I at home all the time 20 Years ago, I had a big vegetable garden. I loved to pick weed in the evenings, to cook and preserve what the garden had given me. Later I worked as a teacher more and more and stopped gardening because a day has only 24 hours. For a while I have been thinking about starting again due to the situation of the world. My plan was to start vegetable gardening when I would retire from teaching as a garden needs time to be looked after. But recent events got me thinking I’d better start right now because it doesn’t look like I will retire soon. So I did with the means I have.

The cold and wintery weather lowerd my energy, however, I’ve put a few strawberry plants, beet root and lettuce already into the soil. I can’t wait to get more work done. I’m thinking of potatoes, lots of them!, onions, leek, beans, fennel, but also dill and marigolds between the vegetable. In case you wonder whether I like tomatoes and chilis or not, I built a greenhouse last year for those.

Hoffenlicht kommt bald der Frühling zurück, damit ich mit dem Garten weiter machen kann. Allerdings pressiert es ja nicht, denn Mitte Mai sind ja auch noch die Eisheiligen. In sonnengewärmter Erde wächst alles auch viel schneller. Für Tomaten und Chili steht übrigens mein Treibhäuschen breit, das ich letzten Sommer aufgestellt und bereits mit frischer Erde befüllt habe.

Ein Kraut gewachsen – They Do Not Sow

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Wahrhaftig ein sinniges Geschenk zur Hochzeit, das ich weiland zur Hochzeit geschenkt bekommen habe. „Den kleine Doktor“ frage ich immer zuerst um Rat, wenn ich ein Boboli haben, denn so sagt Alfred Vogel selber: „So viele Kräutlein gegen Leibesnot.“ Einige davon wachsen ums Haus herum, zum Beispiel das Scharbockskraut. Wie der Name sagt, hilft es gegen Scharbock, Skorbut, eine Vitamin-C-Mangelkrankheit. Auch wenn wir daran nicht leiden, tut ein Vitamin C nach dem Winter so oder so gut. Ich habe es gepflückt, gewaschen und dem Salat beigemischt.

Scharbockskrautblätter eignen sich auch als würzige Zugabe in Kräuterquark oder -butter und auf dem Brot. Sie können auch, vorsichtig dosiert, Smoothies beigemischt werden. Scharbokskraut vertreibt Frühjahrsmüdigkeit und wirkt blutreinigend. Ebenfalls verzehrt werden können die kleinen Brutknospen, am besten pur in kleinen Mengen.

Für den Tee wird getrocknetes Kraut verwendet, da durch Trocknen der Blätter das giftige Protoanemoin unschädlich gemacht wird. Zwei Teelöffel Blätter mit 250 ml kaltem Wasser übergiessen, einmal aufkochen und abseihen. Tee aus den Scharbockskrautblättern wird zur Blutreinigung getrunken, er regt den Hautstoffwechsel von innen an. Umschläge oder Sitzbäder mit Scharbockskraut helfen bei Hautunreinheiten und Hämorrhoiden.

As you can see in the picture, we’ve had a little snow which didn’t stop me from foraging my garden for edible planst full of healthy substances. There are many growing around the house, like pilewort or buttercup due to its blossoms. However, you should only eat the leaves before the plant blooms.

I added some pilewood leaves to the salad for lunch today. I also made a delicious soup with stinging nettle leaves the other day.

I truely believe that knowing „things“ comes in handy in uncertain times. The knowledge of our forefathers and -mothers is very helpful. Therefore, I can’t stop reading and learning the basics of life.

Behold the fowls of the air:

for they sow not, neither do they reap,

nor gather into barns;

yet your heavenly Father feedeth them.

(Matt.:26)

T in die neue Woche – A new Week

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Mit diesem Bild starte ich in die neue Woche. Heute im Sonnenschein ist die Vogelwelt sehr aktiv. Schon bald wird sich hinter dieser kleinen Tür neues Leben regen.

I want to start into the new week with a sign of hope. Considering the activities of bird life around the house in the sunshine, it won’t take long until new life is born behind this door.

Es hat nicht lange gedauert, bis nach den Schneemassen die Vögel zum Frühlingsgesang angesetzt haben. Heute auf Nachbars baum eine Amsel. Aber das Vogelhäuschen passt für sie nicht, der Einschlupf ist zu klein.

This blackbird was singing this early morning on our neighbour’s birch tree. I wonder where it will find a place to nest. Actually, not in my birdhouse because its door is to narrow.

Verlinkt mit Tür-in-die-neue-woche bei Nova in Teneriffa.

Samstags 7B/2021 – Darf ich hoffen? – Is There Hope?

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Sind die schönen, sonnigen, Tage mit den Temperaturen um die 14 Grad eine Täuschung, oder kommt der Frühling tatsächlich? Schaue ich auf den phänologischen Kalender, hat tatsächlich der Vorfrühling begonnen? Darf ich hoffen? Hoffst du auch?

Der Hasel blüht in Nachbars Garten!

Der phänologische Kalender kennt 10 Jahreszeiten: Vorfrühling, Erstfrühling, Vollfrühling, Frühsommer, Hochsommer, Spätsommer, Frühherbst, Vollherbst, Spätherbst und Winter. Die Blüte, Fruchtreife, Blattfärbung oder der Blattabwurf von bestimmten Pflanzenarten – sogenannte Zeigerpflanzen – markieren jeweils den Beginn einer neuen Jahresphase.

Sind die Zeichen aus der Politik, wenn noch nicht der volle Frühling (Frühling 2020), vielleicht der Vorfrühling? Darf ich hoffen?

 

Es ist einfacher,

jemanden zu täuschen als ihn zu überzeugen,

dass er getäuscht wurde.

 

 

Is there hope that spring is in the air? According to the phenological calendar blooming hazel is a sign of early spring. The phenological calendar consists of 10 seasons: early spring, mid spring, late spring, early summer, mid summer, late summer, early autumn, mid autumn, late autumn and winter. The flowering, fruit ripening, leaf coloring or leaf fall of certain plant species – so-called indicator plants – mark the beginning of a new phase of the year.

 

However, let’s not be fooled. We are in mid February, and the astrological calender says that spring begins on March 21. But there are other signs of spring as well in my garden.

Is there hope considering politics? Are the changes I can see and feel a sign of hope that democracy will be restored, the tyranny of the federal government overcome? I really hope the women and men in charge are no chickens (sorry, chickens!).

 

It’s easier to fool people than to convince them

that they have been fooled.

 

Verlinkt mit Samstagsplausch bei Andrea Karminrot.

 

 

 

 


Herz, Haut und Haar – Walnuts for your Health

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Corona lässt niemanden kalt, und schlägt der Virus nicht zu, so gehen die Diskussionen, die Massnahmen, die Unsicherheiten, das viele Nachdenken an die Nerven. Meine Freundin sagt, wir müssten das Herz stärken.

Heute lese ich, dass Baumnüsse nicht nur das Gehirn unterstützen, sondern auch das Herz, die Haut und die Haare. Wenn das also nicht genau die Naturmedizin ist, die ich gebrauche. Sie wächst vor dem Haus.

My friend says we should strenghten the heart. Of course she means with some herbs from her shelves: Hawthorn for example. Now, look what I came across today:

Walnuts are the regional Superfood.

Actually, they grow in front of our house and I have got them in abundance. They are not only helpful to the heart, but also to skin and hair. They are exactly what I need in these times, Corona AND the harsh winter.

Ich nehme eine Hand voll Nüsse aus dem Korb und knacke sie. Die Kerne schnabuliere ich, aus den Kamben, den verholzten Zwischenhäutchen braue ich mir einen Tee. Die Schale kommt in den Ofen.

Gesundheit!

I take a hand full and open them. The seeds are my snack right away and from the wooden skin in between, I’m brewing a tea later.

Stay sound!

Zwei Regenwürmer – Two Earthworms

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Unter einer Wiese lebten zwei Regenwürmer. Eines Tages sagte der erste:

«Ich will eine Reise machen und die Welt kennenlernen.»

Er bohrte sich nach oben. Als er die Sonne scheinen und die Blumen blühen sah, den Wind spürte und die Vögel zwitschern hörte, wurde ihm ganz leicht ums Herz.

Da entdeckte ihn eine Amsel und frass ihn auf.

Der zweite Regenwurm blieb in seinem Loch und frass jeden Tag die gleichen Wurzeln. So blieb er noch lange am Leben.

Aber sagt mir selbst: Ist das ein Leben?

Two earthworms lived under a meadow. One day the first said:

„I’m tired of being down here. I want to travel the world.“ And up it went slowly but steadily.

When it saw the sunshine and the flowers blooming, felt the wind, and heard the birds sing, its heart was wide open. The earthworm was very happy.

But out of the blue a blackbird came by and ate the worm.

The second earthworm stayed where it was underground and ate roots and withered leaves. And it stayed there alive for a long time.

But tell me: is this life?