Archiv der Kategorie: Fundstücke/Finds

Am Samstag Sturmböen – It’s Stormy Out There

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Sturmmorgen

Draussen toben die Novemberstürme, die sich nicht ums Datum kümmern. Auf meiner Tour rund ums Haus habe ich ein paar Dinge gefunden, die gestern noch nicht da lagen: Nachbars Baugitter liegt quer auf der Strasse, das blaue Schnapsfass ist unter die Bäume gerollt, ein Amselweibchen versteckt sich im Geäst der Weinrebe. Dafür fehlt einiges, was gestern noch da war: der Baum hat alle Blätter verloren, der Türkranz ist ebenso unauffindbar wie die grüne Zeltplache zum Abdecken des Häkselguts. Nur die Wolken waren gestern schon da.

Schon vor dem Sturm war der Samichlaus hier. Er hat Biberli, Schöggeli, Nüssli, Guetzli, Grittibänzen und Mandarinli ins Lehrerzimmer gestellt.

Chlaustasse

Den Kaffee trinke ich heute aus meinem neusten Fundstück aus dem Brockenhaus.

 

Hello, Good Morning!

It’s stormy out there. Like others I didn’t have the time to bring stuff inside that was in danger to fly way. Things are missing, but there are also other items that are not supposed to be here. I’ll sort it out later. First, I’m having a cup of coffee in my new mug. 

Samichlaus, Santa, was here on the 6th. He brought a lot of nuts, tangerines, cookies, chocolate. I love to see the big box on the table in the teachers‘ lounge. It’s a big thank you from the school administration. 

 

Verlinkt mit Samstagskaffee bei Andrea.

100 Jahre Landesstreik – 100 Years Ago

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FamTiefenbacher

Dieses Photo wurde vor ungefähr 100 Jahren aufgenommen. Die Familie hatte sich selbstverstänlidch in Sonntagstaat geworfen.

Vor 100 Jahren, der ertste Weltkrieg war gerade zu Ende gegangen, die Spanische Grippe wütete in ganz Europa, stand die Schweiz am Rande eines Bürgerkriegs. Es gab viele einflussreiche Männer, die nur darauf warteten, auf demonstrierende Arbeiter und Arbeiterinnen zu schiessen. Es ging um Arbeitsbedingungen, Arbeitszeiten, Frauenstimmrecht, Alters- und Hinterbliebenenrente, gerechte Löhne für die Frauen, den Milchpreis, Militärersatzleistung. Die Demonstrierenden beendeten den Streik auf Druck des Bundesrates. Erreicht wurde einzig, dass der Staat von der Milchpreiserhöhnugn 3 Rappen übernehmen würde. Die AHV kam nach dem 2. Weltkrieg, das Frauenstimmrecht auf Bundesebene 1971, auf gerechte – gleiche wie die Männer – Löhne für die Frauen warten wir immer noch.

Ich frage mich, ob damals im beschaulichen Bauerndorf, in dem meine Urgrosseltern lebten, von den Spannungen auch etwas zu spüren war?

Ach ja, auf dem Foto ist mein Urgrossvater mit seiner Frau und den fünf Kindern zu sehen. Ich erninnere mich an meine Tanten Minie und Marie (von links) und Onkel Franz (ganz rechts). Mein Grossvater ist der Junge in der Mitte.

About a hundred years ago, Switzerland was in great danger. The Spanisc Influenza killed many many people, mostly men between 20 and 40 years. The prizes for food were high, the wages the women got for men’s work half the amont of men’s wages. There was no health care for workers. On the other side the industry had great years during WW1 and farmers could sell their products to any prize because there was shortage on food. There were little strikes before workers organzied for a general strike in all the bigger towns in Switzerland. The workers fought for better work conditions, benefits, women rights and lower prizes for food. The army was ready to shoot. After three days, strikers gave up. The only win was a cheaper prize for milk.

I taught about the „Generalstreik“ in school last week due to the anniversary. Then I remembered the photograph of my family: My great-grandparents with their five children Minie, Marie, Karl (my grandfather), Jospeph and Franz. I’m wondering whether they noticed the tension and heard about the streike in Zurich that is quite close to the small village they lived back then.

 

 

Verlinkt mit Sonntagsglück bei Soulsister.

 

Am Samstag lachend – A Sense of Humor – Nur eine Phase, Hase

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Am Mittwoch habe ich ein Päckli bekommen, denn ich habe ein Buch gewonnen. Da kam ich also von der Schule nach Hause, war des trüben Wetters wegen ziemlich schlaff und dachte als erstes an eine Tasse Kaffee. Milchkaffee, denn der Herd zum Milch Erwärmen war heiss, weil ich heizen musste. Brrrr! Was für ein trüber Tag.

Oft mache ich mehrere Dinge gleichzeitig, was vermutlich eine Mutterkrankheit ist, die ich mir bis jetzt noch nicht abgewöhnen konnte. Also, Feuer anzünden, Kaffee kochen, Milch aufkochen und Briefkasten leeren. Ahhh! Für einmal nicht nur eine adressierte Werbung und die Gratiszeitung.

Dann war der Kaffee fertig, der Ofen gab schon ein bisschen Wärme ab, das Päckli war ausgepackt. Da sass ich nun in meiner kuscheligen Strickjacke, den Kaffeebecher neben mir, das Buch in der Hand. Schon auf der ersten Seite musste ich dreimal lachen. Schliesslich wurde es draussen dunkel, der Kaffee war schon lange getrunken und ich war immer noch am Lesen. 🙂

Danke Sybille!

Ich habe ein „strenges“ Wochenende: Gestern Abend im Konzert: Let it be. Heute Klassenzusammenkunft und morgen Familientreffen.

 

Verlinkt mit Karminrot von Andrea.

Der Geschmack meiner Jugend – Berner Rosen

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BernerRosen

Gestern ging ich meine Eltern besuchen. Einfach so. Unangemeldet, um zu schauen, wie es ihnen geht, ein bisschen zu plaudern und zu sagen: Hey, ich lebe noch!

Beim Abfahren sah ich sie: die Berner Rosen. Äpfel vom Baum, der schon alt war, als ich aufwuchs in diesem Quartier. Wir haben eine einfache Baumhütte in die Verzweigung des Stammes gebaut, Stefan und ich. Dort oben sind wir gesessen und haben auf den Milchmann gewartet, auf Herrn Hild aus der Murkart, der uns ab und zu ein abgelaufenes TamTam geschenkt hat.

Der Baum steht ziemlich genau auf der Grenze zwischen meinen Eltern und dem Land, auf dem damals noch Kühe und Rinder weideten. Erst viel später ist schliesslich ein Haus gebaut worden, das jetzt leer steht.

In all den vielen Jahren hat keiner gefunden, man müsse den alten Apfelbaum fällen, der sich tapfer gegen Altersgebresten wehrt. Er wirft vertrocknete Äste ab, leidet unter der Schneelast, das Loch im Stamm wird immer grösser, der Efeu wuchert. Und doch trägt der Baum Früchte. Diesen Herbst ganz viele.

Ich war schon dran vorbei gefahren, in Gedanken bereits zu Hause, als ich nochmals umgekehrt bin und ein paar Äpfel aufgelesen habe. Wunderbar rot, ein bisschen bitter im Geschmack, aber voller Erinnerungen. 🙂

Verlinkt mit Sonntagsglück.

Oberheimen Blog

BernerRosenGestern ging ich meine Eltern besuchen. Einfach so. Unangemeldet, um zu schauen, wie es ihnen geht, ein bisschen zu plaudern und zu sagen: Hey, ich lebe noch!

Beim Abfahren sah ich sie: die Berner Rosen. Äpfel vom Baum, der schon alt war, als ich aufwuchs in diesem Quartier. Wir haben eine einfache Baumhütte in die Verzweigung des Stammes gebaut, Stefan und ich. Dort oben sind wir gesessen und haben auf den Milchmann gewartet, auf Herrn Hild aus der Murkart, der uns ab und zu ein abgelaufenes TamTam geschenkt hat.

Der Baum steht ziemlich genau auf der Grenze zwischen meinen Eltern und dem Land, auf dem damals noch Kühe und Rinder weideten. Erst viel später ist schliesslich ein Haus gebaut worden, das jetzt leer steht.

In all den vielen Jahren hat keiner gefunden, man müsse den alten Apfelbaum fällen, der sich tapfer gegen Altersgebresten wehrt. Er wirft vertrocknete Äste ab, leidet…

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Sonntags frisches Brot, hmmm! – No Knead Bread

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Brotbacken

Der helle Wahnsinn, wieviele Koch- und Backrezepte jede Woche ins Haus flattern. Überhaupt, wie macht ihr das mit der Post, dem Briefkasten leeren?

An unserem Briefkasten klebt die Mitteilung „Keine Werbung“, aber trotzdem kommt ein Haufen Gratispost zusammen. Ich staple alles, und einmal pro Woche oder auch zwei gehe ich alles durch, reisse Plastikhüllen auf zum Entsorgen, klappte gefaltete Briefe und Broschüren auf und lege sie in den Zeitungsbündler. Ich blättere durch die Zeitungen und Zeitschriften und reisse im besten Fall ein Bild oder einen Betrag raus, selten auch ein Rezept, weil ich eine erklärte Rösti-Rüebli-Köchin bin. Simplify your kitchen! The real thing!

Ab und zu gefällt mir sogar Fooby, obwohl das sehr streng nach Lifestyle riecht. Und jetzt klopfe ich mir auf die Schulter, denn das Topfbrot ist mir perfekt gelungen. Es sieht nicht nur grossartig aus, es schmeckt auch super fein.

Brotessen

Also wenn das keine Sonntagsfreude ist.

🙂

Fresh bread on Sunday morning. Hmm. The recipe was in a weekly magazine which I mostly throw away unseen. Not this time, no, I had to try out the no knead bread because I fell in love with the picture, literally an eye catcher. 

Making this kind of bread is so simple. Combine the ingredients and let the dough rise. Make the dough in the morning and bake in the evening. Or the other way round. 

We just had a slice of bread. Hmmmm! It doesn’t only look great, it also tastes heavenly. If you happen do be interested in the recipe, there are hundreds in the http://www. 

 

They have found a new home – Hier wird mehr gelächelt als anderswo – 🐅🐅🐅🐅🐅🐅

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Ich bin von dieser Geschäftsidee begeistert. 10 Katzen haben hier nach einem Aufenthalt im Tierheim ein neues Zuhause gefunden, und Katzenfreunde finden die beste Gesellschaft.

When we had coffee in the kattencafé in Groningen the first time, we had to sit outside. The cats need some space to feel at home. There are ten, all from the shelter, and every cat has its story.

Heute schaute Miss Schönheit interessiert aus dem Fenster, während sie gestern faul unter dem Kaffeetischchen döste.

I didn’t take photographs when we found a seat the second time. Therefore, I only have pictures through the window. The cats were very courious and interested in the people passing by. We weren’t the only one who stopped and watched the cats.

Im Kaffee selber müssen sich Besucherinnen an ein paar Regeln halten. Schliesslich sollen die Katzen keinen Stress haben.

Because the cats need a calm atmosphere, there are some rules to follow by the visitors.

Geht das Kattencafé auf, ist alles tiptop sauber.

The place is very clean by the way. You wouldn’t believe there lived ten cats.

Während man gemütlich seinen Tee trinkt, kann man in der Broschüre die Geschichte jeder Katze lesen und sich über ihre Eigenheiten und Vorlieben informieren.

Ich habe in einem Kaffee noch nie so viele lächelnde Gesichter gesehen. Es gibt hier alles, wad du brauchst, wenn das Leben hart ist.

🐅🐅🐅🐅🐅

I’ve never seen more people smile in a coffee shop, because the cats are either playful, sleepy and cute or fun.

The kattencafé provides all you need when life is tough.

🐅🐅🐅🐅🐅🐅

What‘s in your bag, Sir?

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Heute im Regen habe ich diesen Herrn angetroffen. Ob er wohl seinen Schirm sucht?

I met this gentleman today. What’s he looking for? Probably his umbrella as it is raining cats and dogs.

Vermutlich hat er ihn nach dem Mittagessen stehen lassen. In seinem Aktenkoffer ist er jedenfalls nicht.

Poor guy! He may have forgotten it in the restaurant after lunch. It’s not there in his case.