Archiv der Kategorie: Fundstücke/Finds

Bücher und Puzzleteile – samstags 25 * 22 – Books and Puzzles

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Rezepte, wie Mensch durch Stressphasen kommt, gibt es zu Hauf. Wandernde Geister, unruhige Schüler, nervöse Teenager, zerstreute Lernende wollte ich deshalb mit einem 1000 Puzzle einfangen. Ich fand ein ansprechendes Bild in Teilchen vor etwa fünf Wochen für den sagenhaften Preis von 8 Franken. Tatsächlich stürzten sich vier Jungs auf die grosse Aufgabe, um dann nach 45 Minuten daran zu scheitern.

Ich dachte, es könnte motivierend sein, wenn schon mal der Rand gelegt wäre, und startet das 90 x 69 cm grosse Werk. Es vergingen entspannte Minuten, Viertelstunden, ja Stunden nach dem Unterricht, so dass ich jeweils voll entspannt aus dem Schulhaus und nach Hause eilte.

Vorgestern habe ich das letzte Teil gelegt, zur Enttäuschung einiger Mädchen, die tatsächlich angefangen hatten, in den restlichen Stückchen nach passenden zu suchen, als die Aufgabe lösbar zu sein schien. Ich habe versprochen für Nachschub zu sorgen.

Dass Puzzles eine grossartige Sache sind, habe ich schon vor Jahren entdeckt. Sie füllen leere Momente sinnvoll. Sie sind ein Übungsfeld für Durchhaltewillen. Sie zeigen, dass nach Anstrengung Belohnung in Form eines guten Gefühls winkt. Auch sind sie mein ultimatives Rezept, den Puls zu verlangsamen, die Körperhaut von zu eng auf passend auszudehnen, die Haare zu glätten, das Herz zu entlasten, das Kopfkarrussel anzuhalten.

Es war also nicht nur wegen der Mädchen höchste Zeit eine neue 1000er Herausforderung zu erstehen, sondern auch wegen mir. Tatsächlich wude ich fündig. Überhaupt war die Fahrt ins Brocki Frauenfeld gestern jeden Benzinrappen wert, denn ich habe auch die kleine Bibliothek in meinem Schulzimmer (die oberen vier) und meinen Bücherstapel (die unteren fünf) ergänzen können. Die fünf leichten Sommerblusen für die kommenden heissen Tage (nicht auf dem Foto) drehen derweil in der Waschmaschine.

Sodeli, das wars für jetzt. Die Zebras, Antilopen und Elefanten am Wasserloch auf meinem Puzzle rufen mich.

There is a blessing in puzzles as they are very addictive and let me forget my sorrows. They calm me down in times where I can’t focus on anything to do. Maybe books do, too. That’s why I went to the thrift store yesterday afternoon that seemed too long to stay at home all nervous and troubled.

The drive was worth every penny I had to spend for petrol. I’ve found two beatiful puzzles for little money right after the entrance. Of course, I had to browse the whole store and grabed also four books for my students (are there other teachers who spend money for their students?) and five for me, books I have heard of, stories located in Australia (I can’t get enough of them) and one by Cecilia Ahern, which I have seen on film.

Actually, I’ve bought the two puzzles for me and my students because some students are very sad that the one big puzzle I had brought to school was finished two days ago and I promised yesterday to bring a new one for them after class camp. I do anything to show the teens that there is a life besides whatsapp, snapchat and tiktok. I’m a teacher.

Verlinkt mit Andrea von Karminrot.

Realitäten erschaffen

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Gemeinsam kochen. Neues wagen: Gnocchi im Klassenlager im Wallis Juni 2021

„Es ist die Fähigkeit unseres Geistes, Realitäten zu erschaffen. Unsere Gedanken, Vorstellungen und Absichten bringen die innere und die äußere Wirklichkeit hervor — auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. Lernen wir diese Gabe und die Macht, die sie uns verleiht, zu erkennen und zu achten. Und passen wir gut auf unsere Gedanken auf!“

Den ganzen Text gibt es hier.

Das war ein Geschmiere, dauerte Stunden und war am Ende meeeega lecker.

Den Bären auf der Spur – Learning about Bears – Medved

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Gestern waren wir in den unendlichen Wäldern von Slowenien unterwegs. Bären haben wir keine gesehen, aber ihre Pfotenabdrücke im feuchten Boden. Auch kreuzte eine Wildkatze kreuzte unseren Weg. Ein rundum gelungener Ausflug mit Martin als unserem Guide durch Täler und über Höhen in der Region Kocevsko. Unter dem Felsband streiten sich jedes Jahr 20 Bärinnen um die besten Höhlen. Nur gut, dass wir in sicherer Höhe hinunterschauen konnten. Der Blick in die Weiten der Wälder war unbeschreiblich schön.

Modell für die Fotos stand das Maskottchen, das wir anfangs des Ausflugs geschenkt bekommen hatten. Angst vor wilden Tieren hatte ich keine Sekunde lang. 🙂

Abby Lynn – Samstags 18 * 22 – Meeting Old Friends

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Gestern habe ich eine alte Freundin wiedergetroffen. Kennst du Abby Lynn, das Mädchen aus London, das in eine Sträflingskolonie nach Australien verschifft wurde, obwohl sie unschuldig war? Ihre Geschichte ist eines der Bücher, das ich immer wieder lese und, wie ich zu sagen pflege, mit ins Altersheim nehme, sollte ich diesen Tag erleben.

Ich liebe es, Geschichte mit Geschichten zu studieren. Natürlich weiss ich, dass Bücher und Filme, literarische Erzählungen subjektiv gefärbt sind. Wichtig ist doch einfach, Geschichten möglichst vieler Perspektiven zu lesen, zu hören und zu sehen, um ein umfassendes Bild zu bekommen. Ob das im Geschichtsbuch der Fall ist?

Die Sieger schreiben die Geschichte, so steht es sogar im Geschichtsbuch von Westermann, das wir aktuell im Geschichts unterricht verwenden. Abby Lynn könnte Oliver Twist gekannt haben. Ob Rainer M. Schröder von Charles Dickens abgeschrieben hat, so wie das die Geschichtsschreiber aus dem Kanton Thurgau gemacht haben? Wenn also eine Quelle sich vorgängig auf eine Quelle auf eine Quelle gestützt hätte, so lange, bis man gar nichts mehr zurückverfolgen kann? Der Salath vom Schob und der Schob vom Pupi? (Namen verändert) Und wenn es bei den Thurgauern so wäre, dann auch bei den Schweizern, bei den Europäern, den Weltnationen?

Dann wäre Geschichte nichts anderes als ein Gerücht? Und je nachdem auf welcher Seite du stehst, ein gutes oder ein verheerendes? Und wie ist es wohl, wenn man in der Hitze des Gefechts Nachrichten verfasst? Geschichte beschreibt die Zustände immerhin aus einer gewissen Distanz

… Meine Güte: wie kommt es nur, dass bei mir immer gleich ein ganzer Baum an Gedanken aufgeht? Dabei wollte ich doch nur meiner Freude Ausdruck geben, dass unverhofft ein tolles Jugendbuch in meine Hände gefallen ist, das zu Lesen mein Wochenendvergüngen sein wird, nebst einem kleinen Nähprojekt, um einer Kollegin bei der Idee einer Herzverzierung zu helfen. Ich sage nur Spitze! 🙂 Und wenn das Wetter mitspielt, kommen heute Nachmittag noch die Kartoffeln in den Boden.

Rereading a book is like meeting old friends for me. I am so happy to meet Abby Lynn again. Although I know her story, know the ending of the book, it’s not at all boring. In fact, I can concentrate on other matters than „Will she find happiness eventually?“. This story is very rich. Is it a coincident that we are talking about Oliver Twist in class these days? Because there are parallels, and I can imagine that Oliver and Abby knew eachother, probabely lived in the same neighbourhood of London.

I love getting to know history by stories. You may say, books are written from someone’s perspective and don’t decribe the reality. But let me ask you, how is history made? If someone wants to write about it and goes into archives, she is likely to find old history books and goes on from there? In my canton/county Salath took from Schob and Schob took from Pupi (names altered). Can Salath be trusted? And if it is so in my county, isn’t it so in Switzerland, in Europe and in the world? At least, writing history means a certain distance to the events. What about actuell events, in the heat of the battle? Who can be trusted if news are just handed down to us?

Oh my! How come that every thought has to turn into a tree of thoughts? I ‚ve only wanted to tell you that I am happy to spend time with Abby Lynn this weekend, work on my little sewing project as a prototype for a colleague and maybe plant the potatoes if the weather is nice this afternoon.

Verlinkt mit Andrea Karminrot

Später

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… wann ist das?

Kaum hat der Tag begonnen, ist es schon sechs Uhr abends.

Kaum Montag angekommen, ist es schon wieder Freitag.

… und der Monat ist vorbei.

… und das Jahr ist vorbei.

… und schon sind 30, 40, 50, 60 Jahre unseres Lebens vergangen.

Plötzlich wird mir bewusst, wie viele Menschen ich schon verloren haben.

Verwandte, Freunde und Bekannte …Ein Zurück gibt es nicht mehr!

Also möchte ich die Zeit geniessen, die mir bleibt.

Ich möchte anfangen, die Zeit so zu nutzen, wie sie mir gefällt.

Ich möchte Farbe in meinem Alltag!

Ich will lächeln über die Dinge des Lebens, die Balsam für die Herzen der Menschen sind.

Ich will die Zeit, die mir bleibt, mit Gelassenheit und Zuversicht geniessen.

Ich streiche das Wort «später». Sage nicht mehr:

Ich mache es später …

Ich sage es später …

Ich denke später darüber nach …

Zu vieles habe ich auf später verschoben.

Denn ich verstehe jetzt:

Später ist der Kaffee kalt.

Später ändern sich die Prioritäten.

Später ist der Charme gebrochen.

Später ist die Gelegenheit verpasst,

die Lebensenergie aufgebraucht.

Später werden die Kinder erwachsen.

Später werden die Eltern älter.

Später werden die Versprechen vergessen.

Später wir der Tag zur Nacht.

Später endet das Leben …

Also bitte, möchte ich nichts für später aufheben,

denn in der Zwischenzeit können wir

die besten Momente verlieren,

die besten Erfahrungen.

die beste Familie, die besten Freunde.

Der Tag ist heute.

Der Moment ist jetzt.

Ich bin nicht mehr in dem Alter, in dem ich es mir leisten kann,

ein Später, das sofort getan werden kann, auf morgen zu verschieben.

Browsing Thrift Stores – Best Gugelhopfform ever

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Es ist zu einer Ferienaktivitäg geworden, mit einer Freundin eine Brockitour zu machen. Vorgestern war es wieder soweit. Obowhl ich jeweils mit einer Liste auf die Jagd gehe, finde ich oft auch andere Schätze, wie zum Beispiel diese Gugelhopfform, für die ich sofort den Kuchen vom Feuer im Sinn hatte. Gestern wollte ich aber zuerst einen traditionellen Elsässer Gugelhopf backen, um die Form zu testen.

I love to go thrift store browsing with a friend at least once each holiday. Happily we went on Tuesday. Although I have a list, there is always unexpected to be found, like this cake tin, that makes me really happy. I instatly thought about the cake on the fire. However, I wanted to try out an Alsatian recipe first.

Ein Prachtskerl. Auf diese Form habe ich mein ganzes Leben gewartet. Nichts klebte, der Gugelhopf ist nur so rausgefluscht.

This bundt cake is a master piece I dare say. I’ve waited for this cake tin my whole life.

Caruso singt wieder – Blackbird Has Spoken

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Mir ist heute klar, geworden warum Caruso jeden Morgen und Abend auf Nachbars Birke jubelt. Nach einigen Jahren Abwesenheit ist er ins Dörfli zurück gekommen und singt wieder in nächster Nähe.

There is a blackbird singing his heart out on the birch in neighbour’s garden every morning and each evening. After some years of absence, Caruso is back. Today I found out why.

Eigentlich hätte ich heute diese Pfähle und Heinzen gebraucht. Aber daraus wird jetzt nichts. Muss ich mir halt anders helfen. Ich hoffe nur, das Plätzchen bleibt von Katzen ungesehen, bis morgen Zeit finde, mit Brombeerstauden ein Barriere zu basteln. Offensichtlich ist es gut, dass ich die Zeit zum Brombeerheckeschneiden in diesen Frühlingstagen noch nicht gefunden habe.

I needed some sticks for the hop. Luckily before I grabed them I had seen this nest on top of them. I was very curious … The blackbird parents don’t seem to be very considered parents as I find the place rather dangerous to raise some kids. Hopefully, the cat doesn’t find the nest before I can build an obstacle from thorny twigs, blackberry might do the trick. I’m going to cut the blackberry bush first thing in the morning It seems to be a good thing that I haven’t had the time yet.

Das Nest ist nämlich schon bestückt. Ich hoffe nur, MamAmsel nimmt mir die Störung nicht allzu übel und kehrt bald zu ihrer Brut zurück.

Netzfund – Abbey Road – Canadian Style

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Im Englischunterricht behandelt der aktuelle Unit das Thema Musik. Letzte Woche ging es darum eine Kritik zu schreiben, weshalb wir zuerst ein paar lasen, wie zum Beispiel über das berühmte Album der Beatles „Abbey Road“. Es stand da drin, dass es Leute gibt, die immer mal wieder die Strasse überqueren und die Beatles nachmachen, was wegen des vielen Verkehrs ziemlich gefährlich sei. Dieses Bild ist ein Stück Geschichte. Es wird nie vergessen werden.

You may know that I teach English in secundary school. The topic the 8th graders study at the moment is „Music’s all around us“. Last week we learnt about writing reviews and therefore read a few, like the one about the album „Abbey Road“ by The Beatles. There were also a few sentences about the cover of this famous album and how people mock crossing the streets like George Harrison and his „brothers“ did back then. This picture is history. It will never be forgotten.

Einen Tag später fand ich im Netz dieses Bild, auch ein Stück Geschichte. Du willst etwas darüber erfahren? Dann lies nicht in der Zeitung und schaue nicht die Nachrichten im Fernsehen. Es gibt ein paar Youtuber, die dir zeigen, wie es in Ottawa wirklich zu und her geht, weil sie unabhängig sind und es mit den Menschen gut meinen. Heute Nachmittag liess der BR die Einschränkungen zum Teil, für jetzt wenigstens, fallen. Es wurde Zeit, denn der Druck auf die Verbrecherbande nimmt zu, nimmt zu nimmt zu.

One day later I found another „Abbey Road“ picture, a piece of history, too. You want to know about it? Don’t read the newspapers nor watch the news on tv. There are a few youtuber who show you the real thing because they are indipendent and mean well with the people. Switzerland dropped the mandates (for now). The pressure on these criminals is growing and still growing and growing! The Canadians play a big part in this liberation.