Archiv der Kategorie: Babajeza Design

Fortschritt – Progress – Und sonst so?

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Heute habe ich tatsächlich mein Strickzeug in die Schule mitgenommen, damit es mir leichter fiele, überhaupt aus dem Haus zu gehen. In einer Zwischenlektion und in der Mittagspause konnte ich ein paar Runden stricken. Aktuell bin ich bei Nudel Nr. 5, für die ich dunkelblau gewählt habe. Ich wähle Wolle, die nicht am Hals kratzt.

Damals war ich noch nicht geboren, aber ich habe viele Bücher über damals und andere Zeiten der Ungerechtigkeiten, der Unterdrückung, der Diskriminierung gelesen. Heute stehe ich mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Unbeugsam, und wenn die Schülerinnen mich fragen, was ich über das Heute und das Morgen denke, dann bin ich ehrlich.

Ich bin parat für alles was kommt. Wenn ich nicht mehr zum Unterricht darf, werde ich einen youtube Kanal Lehrerin Frau B. machen. Sie haben versprochen, dass sie jede Sendung schauen werden. 🙂

Samstags ein gutes Gefühl – 38 / 21 – Ready for the Cold Season

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Im Moment hat jeder Tag zu wenig Stunden. Ich werde und werde nicht fertig mit der Arbeit. Kommt ja auch immer neue dazu. Allerdings beschert mir dieser Haufen ein gutes Gefühl. Aber zuerst jetzt mal Kaffee, der Durchgang ist wieder frei.

Heute wird übrigens ein wunderbarer Tag, sonnig und warm.

Habt ein schönes Wochenende.

Ich gehe heute Nachmittag nach Uster.

Having a pile of wood in the shed is just the feeling I need this time of the year. It is like a loaf of bread in the pantry: I am prepared for what ever the future may bring. However, I need a second cup of coffee first. Because the entry to the house is free already.

By the way, today is going to be a sunny and warm day. I’m in no hurry with the wood.

Have a lovely weekend!

verlinkt mit Andrea Karminrot.

In der Ruhe liegt die Kraft – Samstags 37 / 21 – Calm, United, Brave and Good

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Sich darauf besinnen, dass dieser Stein schon immer da war und immer da sein wird. Ewig!

In der Ruhe liegt die Kraft.

Ich mag keine grossen Töne, keine schrillen Farben, ich mag nicht das Laute und Aufgeblasene. Im Verlauf des Lebens habe ich festgestellt, dass ich schon immer einen untrüglichen Sinn für das Authentische hatte. Schwätzer mag ich nicht. Ich vertraue nicht auf Worte, sondern auf Taten. Zu oft musste ich erleben, dass es Leute gibt, die zwar geniale Ideen haben, aber jemanden brauchen, der sie umsetzt. Damals am Pfarreifest in den 70er Jahren. Wer hat am Schluss die Stadt aus Wellpappe gebaut?

Oder die absolute verrückte Idee, im Pfadilager am See für 50 Leute im Fassofen Apfelwähe zu backen? Ich dachte tatsächlich, die Frau hätte einen Plan. Mit reiferem Alter lasse ich mich immer seltener vor Karren anspannen, die nicht meine sind. Das spart viel Arbeit und viele Ent-Täuschungen.

Die letzte Woche war eine Woche der Ent-Täuschungen. Das Corona-Regime ist zurück in der Schule, obwohl wie schon im letzten Jahr noch immer keine Evidenz für die Massnahmen vorliegt, obwohl die vielgelobten Zahlen (Belegung der IPS-Betten) seit drei Wochen abklingen. Obwohl in einigen Kantonen Gerichtsurteile gegen diese Massnahmen an unseren Kindern vorliegen.

Und kennst du unserern Gesundheitsminister? Bist du auch der Meinung, dass es falsch ist, öffentliche Gelder zu verbrauchen, um private Angelegenheiten zu regeln? Und sind, ohne den Moralfinger zu heben, auch ein paar Fragen zu diesen privaten Angelegenheiten erlaubt? Obwohl ich doch gar nicht darüber nachdenken will … Wie soll ich dem Bundesrat vertrauen, wenn er betrügt und lügt und vertuscht? Welche Ent-Täuschung.

Und dann ist da natürlich noch die Tatsache, dass in der Schweiz, dem Land der Eidgenossen, der Einheit, Gleichheit und der Geschwisterlichkeit, ein Passierschein eingeführt wurde, der Millionen von Menschen auf Grund ihrer Einstellung diskriminiert und massiv unter Druck setzt. Wie weit sind wir in diesen eineinhalb Jahren der Lügen und Vertuschungen, der Zensur und Unterdrückung gekommen? Was für eine Ent-Täuschung.

Noch liegt ein Nebeltuch über dem Dörfli, aber die Sonne drückt schon durch. Heute wird ein schöner Tag. Ein Tag zum ruhig sein, vereint sein, mutig und anständig sein. Ich habe die Hoffnung noch nicht verloren.

Seid ruhig, vereint, mutig und anständig.

Riccardo Bosi, Australia One

I don’t like the glamorous and shiny. I like the real thing. And I realise that I have always had a feeling for authenticity. I’ve learnt the hard way that there are people with grand ideas that always need someone to implement their projects. There was this splendid idea to build a whole city from cardboard. She had everything on paper and already bought the cardboard. But who cut out the pieced, made them stand and finally built the city? What a disappointment. She wasn’t as good as I thought she was.

Or that time in the scouts‘ camp. Who had the terrific idea to build an oven from a barrel and to bake tart for 50 people in it? I relly believed the lady had had a plan when I started to build the oven and so on … I was so disappointed because I believed in her skills. Now I had to find out myself. Yes! I did it.

The last week has been a week of disappointments. You probabely don’t know or minister of health, but he doesn’t deserve my trust and support anymore. He is a cheater, liar and suppressor. He used public money to deal with a personal matter. A matter I don’t even want to think about.

Furthermore, there is the outrageous fact that millions of Swiss people are excluded from society based on their believe and thinking. I’ve never never never thought that one day I would be the one to be discriminated. I’ve raised for kids, have two grandchildren, always cared for my neighbours, helped the one in need. I worked and paid my taxis, I’ve supported the community, the church. And now I am excluded. The government want’s to rip a gap between the people of this country. But you know what? We do not let them play their evel game! We are calm, united, brave and good. Today is going to be a wonderful day!

Be calm, be united, be brave, be good.“

Riccardo Bosi, Australia One

Verlinkt mit Samstagsrunde bei Andrea in Berlin.

34/2021 – Samstags immer stärker – Even Stronger

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Heute nur ganz kurz meinen Netzfund in den frühen Morgenstunden.

Der Sturm, der durchs Land fegt, wird tatsächlich stärker.

Aber ich sage „Ja!“ zu Pippi Langstrumpfs Zusicherung.

Alles Gute euch!

The storm is getting stronger!

I do not care. Me, too.

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

Samstags 28/2021 – Mehr Regen – More Rain

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Hört der Regen denn niemals auf? Der Wetterbericht sagt nein.

1815, vor mehr als 200 Jahren ist ein Vulkan auf Tambora ausgebrochen und hat Europa im folgenden Jahr in eine graue, nasse, kühle Welt verwandelt und zu einer Hungersnot und massenweisen Auswanderung und geführt. Später kamen die Staub- und Regenwolken nach Nordamerika und brachten die Getreidebörse zu Boden und die Finanzwelt zum Einstürzen. In jenen trüben, regenschweren Tagen haben nicht nur William Turner diffuse Bilder und Caspar David Friederich Bilder mit rotstaubigem Himmel gemalt, sondern auch Mary Shelley, aus lauter Langeweile und von der traurigen Stimmung inspiriert, die Erzählung Frankensteins Monster geschrieben. In Frankreich, wurde das Fahrrad, der Knochenschüttler, erfunden. Es brauchte kein Futter.

Nun, in Tabellen habe ich die diesjährigen und die damaligen Regen- und Flutmassen verglichen gesehen …

Will this rain never stop? The weather forcast says no.

I’m reminded of the heavy rains after vulcano Tamobra on the island of Sumbara in Indonesia had broken out in April 1815. The dust clouds had an impact on the whole world. Europe was hit hard first: there was no harvest. People ate grass and starved to death, not even in Ireland due to the rotten potatoes in two following years. The Europeans immigrated to Northamerica which was hit shortly afterwards. The stockmarket broke down and many who invested in grain to feed Europe lost their money. There were good things, too. The bicycle was invented because it didn’t need to be fed. Mary Shelley wrote Frankenstein’s Creature out of boredom in those rainy and grey days and William Turner and Caspar David Friederich were inspired by the diffuse light due to the air pollution.

Mir geht es gut. Meine kreativen Säfte fliessen, denn es gibt im Nähzimmer, im Haus und in der Scheune viel zu tun. Ich habe einen ganzen Stapel Bücher und keine weiteren Ferienpläne für die nächsten vier Wochen. Ich bin im Trockenen.

I’m fine. I won’t write horror stories though or start painting. However, I have a pile of books I’m going to read, a stash of fabric and boxes of yarn to turn into something useful. As I’m staying around the house anyway for the next four weeks of holidays. I am good and thankful to be in a cosy home and feel safe. My thoughts go out to those who have lost their homes and even loved ones.

Verlinkt mit Andrea Karminrot.

Optimisme and Creativity – Zwei (von 8) Faktoren der Resilienz  

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Noch kämpfen hier Sonne und Regenwolken miteinander, aber ab und an zeigt sich ein bisschen blauer Himmel. Es ist alles tropfnass und vollgesogen. Jeder Millimeter Regen fliesst den Hügel hinunter, füllt die Bäche, die Flüsse und die Seen. Nicht alles Wasser hat in so kurzer Zeit Platz gefunden, tritt über die Ufer, reisst Strassen auf und Berghänge mit. An einigen Orten kriegen die Menschen die Gewalt der Natur voll zu spüren. Unser Nachbarland wird hart getroffen, wir hart, kann man noch gar nicht sehen …

I’m so glad my tree is a willow because it is the symbol of reslilience itself. Resilience doesn’t mean you can face and stand anything. It means that you stand up after a strom. These days may be perfect to think about reslilience … Some regions in Germany are hit hard, even harder than some in Switzerland. We are totally fine here which I am grateful for.

Optimisme is one of eight parameters of reslilience and gratefulness is a way to express it. That’s why I am showing you my string with lots of knots in it. Whenever you feel black clouds over your head, take one or so meter of a string and make a knot for each thing you are grateful in this very moment or in general. I am sure the string will be too short. Maybe you plaid with a wooden animal like mine when you were a child. The mechanisme inside can also be seen as reslilience. You don’t see or know exactely what it is or how it works but you can see that the animal is able to stand up again after its head had been lower than lowest.

Nach drei Tagen Weiterbildung zum Thema „Resilienz“ bin ich in der Ferienzeit angekommen, dankbar, dass meine grösste Sorge das ersoffene Gemüse in den Gartenbeeten ist. Resilienz ist die Fähigkeit, aus Krisen herauszukommen und Schicksalsschläge zu meistern. Ein gutes Bild dafür ist das Steh-auf-Tierchen, das wir aus unserer Kindheit kennen. Man kann erahnen, dass da irgendein Mechanismus, eine Feder im Innern steckt, die das Tier, wenn es erst mal am Boden liegt und den Kopf hängen lässt, wieder aufrichtet. Im Kurs machten wir uns Gedanken über diesen Mechanismus. Resilienz besteht demnach aus verschiedenen Faktoren, die man glücklicherweise trainieren kann. Willst du mehr darüber wissen? Schau hier: Reslilienz Zentrum Schweiz.

Optimismus ist ein Faktor. Den Input, gute Gefühle und Zufriedenheit zu kultivieren, Dankbarkeit ausdrücken, nehme ich aus dem Kurs ganz bewusst mit in meinen Alltag. Auf dem Bild siehst du meine Dankbarkeitsschnur, die ich jetzt um mein Handgelenk trage. Wenn du mal wieder nur schwarz oder dunkelgrau siehst, nimm 1 Meter Schnur und mach für jedes noch so kleine Ding, für das du in diesem Moment dankbar bist, einen Knoten in die Schnur. Ich bin fast sicher, die Schnur ist zu kurz.

Ein zweiter Faktor ist die Kreativität. Und weil ich schon ein Stück in die Ferien hineingewachsen bin, spüre ich auch wieder die kreativen Säfte fliessen: ich habe lustigen Stoff gekauft, den ich morgen und übermorgen (ja, es wird weiter regnen) in eine lockere Latzhose verwandeln will. Und ich habe endlich die Mustersocken zu stricken begonnen, wie ich das anfangs Juni schon geplant hatte.

Another parameter of reslilience is creativity. It means that you are a creator of things and of your life. Take your life into your hands and (trans)form it into something beautiful and worthwhile. If you practice your creativity with real material you learn for life. That’s why I finally started to knit my green socks I wanted to start early June. If you look at other people’s creations you will learn for life. If you look at God’s creation you will see beauty.

Wo immer ihr seid, was auch immer eure Wirklichkeit ist,

ich wünsche euch Optimismus

und Kreativität!

Samstags 22/2021 scheiden sich die Geister – Opinions Differ

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Man liebt ihn, oder man hasst ihn: am Rhabarber scheiden sich die Geister. Wenn ich Kuchen backe, esse ich den ganzen allein. Am besten fange ich damit schon am frühen Morgen an.

Hier geht’s in meinen Garten. Es ist gar nicht weit …

Either you love it or you hate it: Rhubarb. When I bake a pie, I eat it all by myself. I may start eating early in the morning.

What about you? Do like or hate it? Do have a rhubarb plant in your garden?

Und du? Magst du Rhabarber? Hast du einen eigenen Rhabarberstock?

Meiner ist übrigens alt und sehr sauer.

Verlinkt mit Andrea Karminrot, die auch im Garten buddelt.

The End – Fotoreise 52/52 – Fertig Bierbrauen

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At any given moment

you have the power to say

this is not how the story is going to end.

But yes, I said this would be the end of the story. So I filled the bottles with my nettle beer and kwas, I baked a last bread using all the sourdough, washed the pots and glasses. Today is the last day of break, tomorrow starts the last period before the end of school year 2020/21. And I declare the year is ending peacefully. I won’t stress my students with more tests. A lot of work has been done, let’s just roll out, slow down and take a deep breath before summer break. No need to get exhausted.

Meine Ferienprojekte sind heute zu einem Abschluss gekommen: das Brennnesselbier und das Kwas ist in Flaschen gefüllt, der Sauerteig zu einem letzten Brot verbacken. Die Pfannen und Töpfe, die grossen Gläser sind abgewaschen und versorgt. Heute ist der letzte Tag der Pfingstferien. Morgen beginnt die letzte Etappe vor den Sommerferien. Ich habe mir vorgenommen, das Schuljahr 2020/21 friedliche abzuschliessen. Kein Stress mehr für die Schülerinnen und Schüler, keine Tests mehr. Wir haben viel gearbeitet und lassen das Schuljahr ausrollen. Ich hoffe, die Jugendlichen springen auf meine Ideen oder haben selber ganz viele, wenn ich ihnen Raum gebe. Tief Luft holen, ist meine Devise.

Aller Anfang ist schwer,

Aufhören mitunter schwerer.

Auch die Fotoreise von Martin kommt mit dem Thema „Abschluss“ zu einem Ende. Sie geht aber weiter.

Und weil es so schön war, hier ein paar Bilder, wie das Bierbrauexperiment angefangen hat und weitergegangen ist. Das Resultat sehr ihr ja auf dem ersten Bild. Kommt gerne zum Biertesten vorbei.

🙂

Finally a few pictures how this brewing experiment started a few days ago and how it went on. You can see the result in the first photograph, and if you feel like beer testint come over and have a sip!