Et voilà! ganz klein – Super Tiny Sweater

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Schlüttlifertig

Et voilà, das Schlüttli ist fertig, inklusive getünteltes Schnürchen für den Verschluss. Die Verschnürung ist am Rücken. 

Material: Weiche Merino Wolle, Nadelstärke 3mm.

Muster: Nach Wunsch: Rippchen, kleines Piqué oder Hohlmuster.

Schlüttli_2

Anschlag: Für die hinteren Längskante 66 Maschen anschlagen, 5 Rippchen stricken, dann zum Muster wechseln und am linken Rand in jeder zweiten Rippe eine verkürzte Reihen stricken. Das Coller besteht aus 12 rechten Maschen.

Vorderteil: Nach 16 cm auf der Vorderseite für das Vorderteil 36 Maschen auf eine Hilfsnadel legen, Nadel fertig stricken und auf der linken Seite für den Ärmel 30 Maschen aufschlaufen.

Den Ärmel 16 cm weit stricken. Auf der Vorderseite 30 Maschen abketten, Nadel fertig stricken und auf der Rückseite die 36 Maschen der Hilfsnadel abstricken.

Vorderteil: 18 cm weit stricken. Dann 36 Maschen auf eine Hilfsnadel legen, auf der Rückseite 30 Maschen für den Ärmel aufschlaufen.

Zweiter Ärmel: gleich stricken wie den ersten. 30 Maschen abketten und auf der Rückseite die 36 Maschen der Hilfsnadel abstricken.

Zweites Rückenteil: (66 Maschen) stricken. Zum Schluss an der hinteren Längskante 5 Rippen ohne verkürzte Reihe stricken.

Scshlüttli_3

Abschluss: Knötchen am Halsausschnitt mit festen Maschen umhäkeln, eine Lochreihe häkeln (Stäbchen, Lufm. im Wechsel). Ärmelnähte schliessen, Fäden vernähen. Ein Schnürchen drehen, häkeln oder tünteln und durch die Lochreihe ziehen.

 

 

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Bingo! Das Finale – The Final

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BingoFinale

Es gab Zeiten, da war ich viel fleissiger, was Handarbeiten betrifft, auch wenn ich jeden Tag ein paar Reihen nadle (das Schlüttli, die Socken) und ein paar Stiche nähe (das Tischtuch verlängert, den Lieblingspullover meines Vaters geflickt). Produkte kann ich nicht viele vorweisen, bin sozusagen also voll prozessorientiert, was ich als durchaus positiv werte. Für meine Unproduktivität gibt es verschiedene Gründe, nur einer ist meine fast Vollzeit Arbeitsstelle.

It’s a positive habit to focus on the process and not on the product, right? I haven’t been able to show off many finished items for quite some time. However, I’ve lengthened the table cloth on both sides and mended my father’s favourite sweater. There are several reasons for not being crafty that much. Only one is my almost full time job as a teacher. 

Kachelofen

Irgendetwas werkle ich eigentlich immer, ausser ich bin in der Schule oder schlafe, nur ist nicht immer Stoff oder Wolle involviert. Ich habe in den Herbstferien zum Beispiel unser Wohn-/mein Arbeitszimmer umgemodelt, das heisst, eine Wand herausgebrochen und den Kachelofen von grosser Last befreit.  Noch fehlt der finale Schliff, aber das stört mich nicht, wenn ich in der gemütlichen Stube Tee trinke.

I’m creative the time I don’t teach or sleep although there isn’t fabric or yarn involved all the time. I’ve remodeled our livingroom/my study. I tore down a wall and freed the oven during fall break. The project still needs its final touch, which doesn’t bother me when I drink a cup of tea in my cosy living room. 

Auf dem Herbstbingo kann ich ein paar Kreuze abhaken, und hätte ich richtig geplant und ein ehrgeizig das Ziel verfolgt, hätte es vermutlich mehr volle Reihen gegeben. Aber das ist ja nicht der Sinn des Spiels.

Ich reiche also bei Barbara mit gutem Gefühl eine fertige Reihe ein. 

I’ve been taking place in a game called Fall-Bingo. And if I had been more ambitious, I could have finished a row or two more. But that’s not the goal of the game I think.

I proudly hand in one finished row at Barbara’s. 

ErsterSchnee

Es hat letzte Nacht geschneit. Vorweihnachtsgefühle erwachen ganz langsam.

It’s snowed last night. I might feel a bit christmassy. 

 

Samstags än Flätsch ab – ein Hoch auf die Arbeit – Teachers‘ Day on Saturday

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Lampenschirm

Heute Morgen ein Hoch auf die Arbeit: Wir haben Schulinterne Weiterbildung und arbeiten zum neuen Lehrplan. Konfrontation, Erarbeitung, Vertiefung und Transfer. Eigentlich bin ich ja Lehrerin, die Erziehungsaufgaben zu Anstand und Umgang mit Mitmenschen würde ich sehr gerne den Eltern überlassen. Es passt, dass an der Tasse ein Flätsch ab ist.

Gestern im Unterricht, der seit dem Lehrplan 21 WAH, Wirtschaft-Arbeit-Haushalt, heisst, war es nicht schön. Das hat aber nichts mit dem Lehrplan zu tun, sondern daran, dass es Jugendliche gibt, die in gewissen Situationen jeden Anstand und Respekt vor den Mitschülerinnen und Erwachsenen verlieren. Ich habe mich sehr genervt, auch über die stummen Dulderinnen, die nichts sagen, wenn sich ihre männlichen Kollegen wie Arschlöcher benehmen und eine Sprache wählen, die inakzeptabel ist.

Ich habe mich aber schnell wieder erholt, (super gut geschlafen), denn ich habe einen Aktionsplan: Nächsten Freitag wird nicht gekocht. Wir werden über Verhalten, grusige Witze, das Arbeitsfeld Schulküche reden und einen Verhaltenskodex aufschreiben. Wenn den alle unterschrieben haben, schauen wir mal, was Kühl- und Vorratsschrank hergeben, damit es vielleicht doch noch etwas Kleines zu essen gibt.

Es gibt mir auch zu denken, wenn „anständige“ Kinder unsere Guetzliback-Aktion für den Adventsmarkt (der Erlös kommt einem guten Zweck zu Gute) mit dem Satz quittieren: „Warum müssen wir für andere backen? Immer müssen wir für andere arbeiten, für uns gibt es nichts.“ Ja, auch darüber müssen wir reden!

Die Jugendlichen haben schöne Mailänderli gebacken, was ich an dieser Stell doch noch erwähnen möchte. Und wenn nach dem ganzen Tohuwabohu am Mittagstisch bei Kartoffeln und Käse nicht Sätze aus der ganz untersten Schublade gefallen wären, hätten sie auch ein Probiererli bekommen.

Teaching isn’t just transmitting of information and knowledge with a pedagogical background. It’s education and includes a lot of showing how we behave in a group of human beings and society. Let’s say straight: Yesterday was an awful day! There are actors and silent spectators when someone loses control and doesn’t show any respect. 

By the way, I can not bake christmas cookies when the most disgusting words and jokes are given around and class mates are insulted. I cannot stand that there is nobody (except me) that says stopp to such inappropriate behavior. 

Anyway, I am quite confident, that we will be back to cooking in class after a serious discussion and a declaration. On a poster, with the signatures of all the members of the class. 

Lamp shade: Doily to over an odd glass shade.

Der Lampenschirm besteht aus einem Kunststrickdeckeli über einem (schiefen) Glasschirm.

 

 

Mehr Samstagsgeschichten gibt es bei Andrea.

 

Zwei fast fertige Arbeiten – Grandmother To Be

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Schlüttli

Soll ich zuerst dieses Pullöverchen Grosse 54 fertig stricken, oder doch die Socken?

Für die Socken spricht, dass sie so einfach sind und sich deshalb hervorragend als Zeitvertreib nach einem anstrengenden Schultag eigenen.

Für das Pullöverchen spricht, dass ein Enkelkindchen ja auch ein bisschen vor dem Termin das Licht der Welt erblicken könnte. Und sowieso, so lange dauert es eh nicht mehr. 🙂

I’m becoming a grandmother soon. I should probably be knitting instead of going to school today. 🙂

Novemberwetter – November Blues

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WeisseKatze_2

Was macht doch dieses Novemberwetter müde. Da möchte man gerne Katze sein und den ganzen Tag auf dem Sofa liegen, vielleicht ein bisschen stricken.

I’ve been so tired for the last few days as the sun is scarce and the sky grey. Temperatures have dropped. How nice would it be to live the life of a cat staying in the house, sitting on the sofa and knitting for a bit. 

SockenNovember

Zum Beispiel die Novembersocken fertig nadeln. Aber das ist nur ein schöner Traum, denn die Pflicht ruft.

I’d love to finish my November socks. However, this remains a dream. Happy Monday to all of you!

WeisseKatze

 

Euch allen eine gute Woche!

Samstags ein Taschentuch – Old Fashioned Handkerchief – Schnuderlumpen

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Taschentücher-2Ich bezweifle, dass die Regenwälder vor Rodung geschützt sind, wenn wir uns von Papiertaschentüchern lossagen. Ich bezweifle, dass umgekehrt die guten alten Stofftücher die Welt vor dem Untergang retten. Trotzdem bin ich im Netz auf die Anregung gestossen, ebensolche zu nähen und mit genau dieser Mission zu verschenken, wobei Recycling Papier die Regenwälder ebenfalls schont.

Ich weiss allerdings seit Donnerstag genau, dass es meinen Nerven enorm gut täte, wenn die Schülerinnen und Schüler ihre Nasen überhaupt schnäuzten. Da sass ich also vorne am Lehrerpult und wollte entspannt zusehen, wie die Buben und Mädchen ihre Prüfungsaufgaben lösten. Schon ging es los mit Geschnupfe. Alle fünf bis zehn Sekunden zog irgendwo im Schulzimmer eine oder einer die Nase hoch. Es nervte! Es nervte sehr!

Und jetzt überlege ich die ganze Zeit, wie ich eine Verbindung zwischen Kopernikus‘ heliozentrischem Weltbild und der Verwendung eines Taschentuchs finden kann, denn schliesslich unterrichte ich die Klasse in Geografie.

Aber vielleicht ist es, zwar weniger diplomatisch, dafür ehrlicher zu sagen: „So unanständig, den Rotz hochzuziehen, wenn andere Leute im Raum sind. Schnäuzt eure Nasen!“ Lehrer sind auch Erzieher.

Taschentücher

It’s a pet peeve when students don’t use their tissues. You all know how awful it sounds. Of course it’s bad manners. So when I sat there at my desk and the students were writing a test, I got more and more bugged as the time went on. It was impossible to identify the „sinners“. That’s way I have to teach them all about behavior. Should I do it blunt or more diplomatic? Should I delegate this task to their class teacher or write a letter to the students‘ parents? 

There is the idea of saving the rain forests by stopping using paper tissues and making hankies of fabric scraps. Although I’m not convinced that the old fashioned handkerchief is the solution to the worlds environmental troubles, I’m in the mood of sewing. And there is always something new to learn, for example a rolled hem

Und wenn das nächste Mal jemand die Nase hochzieht, werde ich nicht fragen, „brauchst du ein Taschentuch?“, und eine negative Antwort risikieren, wie ich das auch schon erlebt habe. Ich werde sagen: „Du brauchst ein Taschentuch.“ Ich hab ja jetzt sogar umweltschonende aus Stoff für den Nochmalsgebrauch in der nächsten Lektion bei einer anderen Lehrperson.

Ein schönes schnupfenfreies Wochenende wünsche ich euch!

 

Rollsaum nähen im Film hier. Mehr vom Samstag bei Andrea hier.

Link zur Greenpeace Aktion hier. 

 

 

Schöner als ein Feuer … – Only One Thing is Better than a Fire …

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FeuerEins

Wenn ich in dieser Tage abends nach Hause kommen, heize ich tüchtig ein, damit es warm wird im Haus. Schon bald werde ich mir auf dem Holzherd meinen Znacht brutzeln. Ich bin hundertprozentig sicher, dass mich unsere Holzheizung ohne grosse Krise über den Winter bringt.

Can’t wait to fry some eggs for dinner tonight. There is only one thing that is better than a fire: Two fires. 

FeuerZwei

Und damit es so richtig gemütlich wird und auch morgen früh noch warm in der Stube, heize ich auch den Kachelofen ein. Zwei Feuer sind noch schöner als eines. Ich spüre wie die Infrarotstrahlen gegen meine Winterdepression helfen. 🙂

Zugegeben, es wäre manchmal wünschenswert, nach einem langen Arbeitstag auf dem Sofa zu kollabieren, statt Holz zusammenzutragen und sich die Hände (und Pulloverärmel) schmutzig zu machen, aber knistert es erst mal im Ofen, ist alle Müh vergessen und der Genuss beginnt.

Because I want it to be really cosy tonight and until tomorrow morning, I’m making a fire in the oven, too. The ceramics will keep the warmth for a long time. What’s more; the fire keeps me happy on the greyest and shortest of days. Although it would be convenient to have a heating you don’t need to work hard and get dirty, when the fire crackles, I wouldn’t want to miss it. 

Enjoy the evening, my dears!

 

 

Verlinkt mit Astrid. Sie sammelt Posts zum Thema „Feuer“.