Prost! Auf das Leben

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Wir, meine Schwester und ich, sind mit unserer Mutter nach New York geflogen, für sie mit knapp 83 wohl die letzte grosse Reise. Sie wollte einmal noch in den Big Apple.

Wir haben uns im Reisebüro ein schönes Programm zusammengestellt und für jeden Tag nur eine Unternehmung eingeplant. Ginge es nach mir, hätte ich die Woche vermutlich ein bisschen anders gestaltet.

Wir nehmen uns Zeit, treffen uns spät zum Zmorge in der Hotelbar, verschieben das Mittagessen in den Nachmittag und trinken ein Gläschen Wein dazu. Ruhen anschliessend im Zimmer ein bisschen aus.

Wir fahren Taxi und suchen in der Subway einen Sitzplatz. Für Mutter. Wir gehen vorausschauend, langsam. Wir achten auf Pfützen, hohe Trottoirränder, Poller, vor allem, wenn wir nach oben schauen. Leuchtreklamen, Häuserfronten, die Wolkenkratzer, den Himmel über New York. Denn Mutter hat nicht alles im Blick. Wir sagen hin und wieder: „Obacht!“ Wir passen auf, dass uns Mutter im Gewühl nicht abhanden kommt.

Manchmal beschleicht mich ein Gefühl, eine Vorahnung. Ich rechne aus, dass ich meine eben erst gewonnene Freiheit, weil meine Kinder erwachsen sind, mir die Mittel zur Verfügung stehen und weil ich die notwendigen Fähigkeiten habe, schon in gut 20 Jahren wieder einbüsse.

Werde ich dann auch interessiert auf Anzeigetafeln schauen und feststellen, dass die Zahlen und Buchstaben keinen Sinn machen? Werde ich auch nach banalen Erklärungen suchen, um meine Verwirrung im Kopf zu entwirren? Werde ich dankbar irgendwelchen gelben Zeichen nachlaufen, weil die Farbe vertraut ist? Werde ich auch an den Fähigkeiten meiner Kinder zweifeln, weil ich so gewöhnt bin, dass ich doch immer alles im Griff hatte, sie leiten und ans richtige Ziel bringen musste?

Wenn ich meine Mutter sehe, wie sie immer und immer wieder in ihrer Handtasche nuschet, die Nötli für den Taxifahrer sucht, zählt und in ein Fach schiebt, um sie dann nochmals zu suchen …

Wenn mich dann die Ungeduld packt, wenn es mich in den Fingern juckt, wenn ich stopp schreien möchte, dann hat das nichts mit meiner Mutter zu tun. Das ist mein Unbehagen, dass auch ich diese Strasse gehe.

Aber es lohnt nicht, sich zu nerven, ungute Gefühle zu hegen. Gerade jetzt sitzen wir in der Hotelbar, der nette junge Mann aus Guatemale hat meiner Mutter die Teebox hingestell, damit sie sich ihren Lieblingstee aussuchen kann. Earl Grey. Meine Schwester und ich prosten uns mit einem grossen Bier zu und lachen. Auf das Leben!

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What‘s in your bag, Sir?

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Heute im Regen habe ich diesen Herrn angetroffen. Ob er wohl seinen Schirm sucht?

I met this gentleman today. What’s he looking for? Probably his umbrella as it is raining cats and dogs.

Vermutlich hat er ihn nach dem Mittagessen stehen lassen. In seinem Aktenkoffer ist er jedenfalls nicht.

Poor guy! He may have forgotten it in the restaurant after lunch. It’s not there in his case.

Schritt für Schritt- Step by Step- Blogging with my iPad

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Vor einiger Zeit habe ich mir ein iPad gekauft. Den Ausschlag gab die Idee, während des Unterrichts mal schnell was nachschlagen zu können, ohne einen laptop aus dem Gruppenraum zu holen, das ein Trackpad hat, das mir so gar nicht liegt.

Das iPad habe ich auf tutti.ch gesucht und gefunden, denn ich wollte nicht zu viel Geld ausgeben und an der Konsumkurbel drehen. Es muss ja nicht immer alles neu sein. Zudem wusste ich nicht, ob mir ein iPad tatsächlich nützlich ist.

Vor zwei Jahren hatte ich mein macbook nach Australien mitgenommen und es eigentlich sechs Wochen lang unbenützt mit mir herum getragen, denn der Zugang zum Internet war mega kompliziert. Seit damals nehme ich nun nie mehr mein macbook mit, wenn ich verreise. Leider ist Bloggen mit dem smartPhone kompliziert.

Ob das iPad besser geeignet ist? Es ist viel leichter, viel kleiner (dazu gibt’s kein dickes Kabel) als das macbook und wird das Handgepäck nicht überstrapazieren. Es ist grösser und deshalb bequemer zum Schreiben als das smartPhone. Denn ich würde schon gerne ein bisschen berichten aus New York.

Los jetzt, ich will’s versuchen. Ein Foto brauch ich ja auch noch …

I need a photograph for this blog post written on my iPad. Let’s try it … Step by step … As you can see, I’ve managed. 

I bought an iPad a few months ago because I hoped it would be useful to do an easy research quickly. I bought it secondhand as I wasn’t sure whether I would use it that often. I didn‘ want to spend a lot of money for nothing. Furthermore, I’m totally into secondhand. There’s no need to have the newest things. 

I’m taking my iPad with me to New York because it’s less heavy and easier to transport than a macbook. And it’s more comfortable to write on than on a smartphone. If only I knew how to publish a blog post … As I said before, let’s try. It can’t be that difficult. 

Samstags Koffer packen – Ich war noch niemals in New York … – New York! New York!

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Meine Mutter war noch niemals in New York.

Irgendwann im letzten Jahr erwähnte sie, dass sie diese Stadt nun wohl nicht mehr sehen werde, weil sie ja nun tatsächlich alt sei und mein Vater sowieso nicht mehr so weit reisen wolle. Spontan erwiderte ich, dass ich sofort den Tripp mit ihr unternehmen würde, worauf sie meiner Schwester sagte, dass ich mit ihr nach New York fliegen wolle.

Und nun ist morgen der grosse Tag, an dem meine Schwester und ich mit unserer Mutter in den Flieger nach New York steigen. Hach, wir freuen uns alle drei.

Ich war schon zweimal in der Metropole, aber jeweils nur zwei Nächte. Diesmal haben wir uns ein wunderbares Programm zusammen gestellt. Ich freue mich aber auch auf die grossen Tassen Kaffee mit Haselnuss Aroma und Half and Half. Und ich freue mich, dass wir noch in vielen Jahren, wenn meine Mutter schon längst nicht mehr ist, von dieser Reise erzählen können.

Finally, it’s spring break. I am soooo tired and happy that I could sleep in yesterday and today. Next week is going to be exciting as my sister and I are taking Mother to New York.

She hasn’t been there yet and was a bit sad when she told me sometime last year that my father wouldn’t want to fly anymore any she wouldn’t be able to visit New York. Sponaneously, I assured her that I would take her there. Soon my sister has been a part of this „expedition“, too. So exciting! 

Today I must pack. I’m off to buy a handy, trendy rucksack to be ready to stroll through the streets of New York. 

 

 

Verlinkt mit Samstagsplausch

Netzfund: Summ Summ Summ – A Place to Bee

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Die Wildbienentasse, eine Nisthilfe für Mauerbienen. Am besten eignen sich schlichte, zylinderförmige Tassen, von denen es vielleicht in deinem Küchenschrank ein paar ungeliebte gibt und im Brockenhaus ganz viele für ganz wenig Geld. Aufwändiger ist es wohl, Schilfrohr zu finden und zurecht zu schneiden. Zum Glück finde ich Stängel der Fetthenne im Garten.

Und hier füge ich ein, dass du bei den Kommentaren den Link zu einem youtube Film findest, der darauf hinweist, dass man sauber geschnittene Röhrchen verwenden muss, damit sich die Bienen beim Hinein- und Hinausfliegen nicht verletzen. Die Röhrchen (Baumbus) müssen auch trocken sein, damit nichts fault und vermodert. Danke, Maria, für den hilfreichen Hinweis! Ich werde meine „Füllung“ auswechseln. 

I always wanted to help the wild bees to find a place to lay their eggs. Now I have found „A Place to Bee“. It’s world bee day on May the 20th. 

Wildbienenhotel-1

Und so wird’s gemacht: Rund 60 Schilfrohrstengel im Durchmesser von 3-8mm und 10 cm Länge so dicht in eine Henkeltasse packen, dass die Stängel drin bleiben. Sie bilden die Brutröhren für viele Mauerbienenarten.

I think this bee hotel is cute and easy to make. I didn’t even have to go far to find the perfect material. 

Die Wildbienentasse kann am Henkel beliebig befestigt und im Garten, auf der Terrasse oder auf der Fensterbank platziert werden. Der Ort soll sonnig und geschützt sein.

This bee hotel is easy to add somewhere sunny and dry. Are you going to copy this idea? Are you even go to write about it? Feel free to add a comment and share the link to your post. 

Wildbienenhotel

Wer macht auch eine solche Nisthilfe? Wer schreibt darüber? Den Link kannst du gerne im Kommentarfeld einfügen.

Am 20. Mai ist Internationaler Tag der Biene. Bestimmt schreibe ich noch ein paar andere Posts dazu.

Monday Flowers? – Montags Blumen?

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VerzascaWolle

Dieser 26. März fühlt sich wie Winter an. Statt mit Frühlingsblumen wird mein Bouquet mit drei Wollknäueln arrangiert. Es sind die kleinen Freuden, die das Leben angenehm(er) machen.

It’s March 26, but I don’t feel like spring at all. Therefore, the decoration is made of yarn instead of flowers. I’m trying to think positive.