100 Jahre Landesstreik – 100 Years Ago

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FamTiefenbacher

Dieses Photo wurde vor ungefähr 100 Jahren aufgenommen. Die Familie hatte sich selbstverstänlidch in Sonntagstaat geworfen.

Vor 100 Jahren, der ertste Weltkrieg war gerade zu Ende gegangen, die Spanische Grippe wütete in ganz Europa, stand die Schweiz am Rande eines Bürgerkriegs. Es gab viele einflussreiche Männer, die nur darauf warteten, auf demonstrierende Arbeiter und Arbeiterinnen zu schiessen. Es ging um Arbeitsbedingungen, Arbeitszeiten, Frauenstimmrecht, Alters- und Hinterbliebenenrente, gerechte Löhne für die Frauen, den Milchpreis, Militärersatzleistung. Die Demonstrierenden beendeten den Streik auf Druck des Bundesrates. Erreicht wurde einzig, dass der Staat von der Milchpreiserhöhnugn 3 Rappen übernehmen würde. Die AHV kam nach dem 2. Weltkrieg, das Frauenstimmrecht auf Bundesebene 1971, auf gerechte – gleiche wie die Männer – Löhne für die Frauen warten wir immer noch.

Ich frage mich, ob damals im beschaulichen Bauerndorf, in dem meine Urgrosseltern lebten, von den Spannungen auch etwas zu spüren war?

Ach ja, auf dem Foto ist mein Urgrossvater mit seiner Frau und den fünf Kindern zu sehen. Ich erninnere mich an meine Tanten Minie und Marie (von links) und Onkel Franz (ganz rechts). Mein Grossvater ist der Junge in der Mitte.

About a hundred years ago, Switzerland was in great danger. The Spanisc Influenza killed many many people, mostly men between 20 and 40 years. The prizes for food were high, the wages the women got for men’s work half the amont of men’s wages. There was no health care for workers. On the other side the industry had great years during WW1 and farmers could sell their products to any prize because there was shortage on food. There were little strikes before workers organzied for a general strike in all the bigger towns in Switzerland. The workers fought for better work conditions, benefits, women rights and lower prizes for food. The army was ready to shoot. After three days, strikers gave up. The only win was a cheaper prize for milk.

I taught about the „Generalstreik“ in school last week due to the anniversary. Then I remembered the photograph of my family: My great-grandparents with their five children Minie, Marie, Karl (my grandfather), Jospeph and Franz. I’m wondering whether they noticed the tension and heard about the streike in Zurich that is quite close to the small village they lived back then.

 

 

Verlinkt mit Sonntagsglück bei Soulsister.

 

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  1. Danke für dieses tolle Foto! Ich liebe alte Fotos. Die Menschen sehen ganz anders aus. Sie blicken anders. Selbst wenn man das Bild heute mit der Kleidung nachstellen würde, würde man den Blick nicht hinkriegen. Und die Inszenierung! Nicht nur die Kleider, auch die Kinder der Größe nach. Da war so ein Bild eben noch etwas richtig Wertvolles. Und obwohl die Zeit karger war, sehen die Kinder recht verschmitzt und vergnügt aus. Man kann sich vorstellen, wie die Rauferei los ging, wenn die Festtagskleider wieder ausgezogen waren 🙂 Oft sehen Menschen von Bauernhöfen aus der Zeit frustriert und erschöpft aus, aber deine Familie scheint sich des Lebens zu freuen.

    • Ja, ich denke, die Familie war vergnügt. Ich habe meine Grosstanten noch erlebt. Sie waren sehr lustig. Ich habe gehört, dass auch mein Grossvater und sein Bruder Franz gerne Spässe gemacht haben. Der Hintergrund im Photostudio ist auch interessant. Mein Urgrossvater war Schuhmacher, wie dann auch seine Söhne Franz und Karl. Ich glaube Sepp ging nach Amerika, denn es gibt dort Verwandte, die ein Hotel haben. Ich muss meinen Vater fragen. 🙂

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