Nicht so bald was Neues – Nothing New in The Near Future

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Das Leben lehrt einen so manche Lektion, zum Beispiel Geduld, Gelassenheit, Nachsicht. Mal 5 gerade sein lassen. Alles nicht so eng zu sehen. Zu erfahren, dass das Gegenteil auch wahr ist.

Man gewinnt Einsichten aber auch, wenn das Leben dabei ist, anderen eine Lektion zu erteilen. Das gibt viel Stoff zum Nachdenken. Ich überprüfe gerade täglich meine Motivationsquelle, die sich zu einem sehr grossen Teil an der Pflicht orientiert.

„Jemand muss das ja machen.“

Zum Beispiel kochen am Abend, Fenster putzen, die Hühner misten, einkaufen, den Geschirrspüler ausräumen. Man muss es ja sowieso machen, warum nicht gleich jetzt. Früher aufstehen, damit man möglichst viel von der To-do-Liste abstreichen kann.

Das Gegenteil wäre, sich an der Lust zu orientieren.

„Ich mache es dann schon, einfach nicht jetzt. Zudem habe ich heute schon genug gearbeitet.“

Bis der Lustorientierte in die Gänge kommt, hat der Pflichtbewusste schon alles erledigt. Wer bleibt gesünder?

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Die Frage, ob man prozess- oder produktorientiert ist, taucht immer mal wieder auf. Hier passt sie vorzüglich dazu. Produktorientiert hat das Ziel vor Augen, am Ende ein Resultat zu haben, etwas fertig gemacht zu haben. Deshalb muss ich jetzt dranbleiben, noch ein bisschen länger arbeiten, obwohl ich müde bin. Die Frage, ob ich noch Lust verspüre, stellt sich gar nicht. Der Lohn liegt im Produkt. Da aber die westliche Welt auf Produkt getrimmt ist und uns täglich tausend Möglichkeiten offeriert, werden wir den Lohn gar nicht richtig geniessen können, denn schon haben wir ein neues Ziel, das wir mit aller Kraft anpeilen. Wir können uns auch keine Fehler leisten, denn sie sind lästige Hindernisse auf dem Weg zum Produkt und zum Ziel. Erschöpfung ist die Konsequenz. Also lieber vorher umdenken.

Wer nämlich prozessorientiert ist, ist schon am Ziel, sobald er angefangen hat, denn der Weg ist das Ziel. Irrtum und Fehler sind willkommene Möglichkeiten zu lernen und zu wachsen. Umwege machen die Reise interessanter, erlebnisreicher.

In diesen Ferien beobachte ich nun mein Tun sehr genau. Ich schaue mir zu. Ich höre mir zu. Statt dass ich sage, drei Stunden Pompoms häkeln, phuuuu, endlich fertig, sage ich: Ich geniesse jede einzelne Minute der drei Stunden, die ich in die 180 Pompoms stecke. Sie machen meine Schneeweisschendecke perfekt. Und jetzt bin ich fast ein bisschen traurig, dass der letzte Faden vernäht ist.

Aber natürlich freue ich mich sehr am Produkt, hoffentlich noch ein Weilchen. Deshalb ich fange auch nicht gleich was Neues an.

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Lots of thoughts are spinning in my head these days. I friend of mine has been taught a lesson of life. She has to learn now how to be very kind to herself and careful with what she does and thinks. I’m thankful that I can learn from her as she is sharing her thoughts very openly and freely. 

I’m thinking about what motivates me to do all the things I usually do. I like things to be done, rather sooner than later. No need in procrastinating as in the end, I have to do it anyway. Cleaning the fridge, taking down cobwebs, cooking dinner, going shopping, for instance. I do it even if I am tired after a hard day in school. Because:

Someone has to do it, right? 

There are others who don’t even see that there are things to be done because they have already worked so hard during the day. 

„I will do it. Sometime. But now I need a rest.“ 

And then there is the question of product- or process-oriented. Checking off things from a to-do-list has a lot to do with product oriented. And as these lists tend to be endless, exhaustion is the consequence. To be honest, there isn’t light at the end of the tunnel of work, chores and projects as there are millions of possibilities. There is always someone who asks you for a favour and / or wants to be pleased. 

On the other hand, someone who is process-oriented reaches the goal from the beginning. The path is the goal. The longer the path, the more rewarding the gaol Obstacles are a possibility to learn and grow. They make the journey more interesting, more eventful.

I’m watching myself these days very carefully. And I’m listenting to what I say because it makes a difference in how we see things and experience them. Instead of saying: Thank God, I’ve finally made all the 180 pompoms of the border of my blanket, I say: I enjoyed every single minute of the three hours it took me to make this beautiful border, because it makes my blanket „Schneeweisschen“ perfect. Actually, I am a bit sad that the blanket is done. 

However, I am very pleased with the product hopefully for a long time. Therefore, I’m not starting with a new project soon. :-) 

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I’m linking with Crochet Addict.

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  1. Lust am Prozess – so arbeite ich gern vor mich hin…. Wenn dann am Ende noch so ein zauberhaftes „Produkt“ herauskommt, ist auch das ein Quell der Freude😉 Schön, liebe Regula, und wegen meiner Schneeweißchen- und Rosenrot-Apfelbäumchen sehe ich natürlich nun auch eine Rosenrot-Decke vor mir😉. Herzliche Grüße Ghislana

  2. Liebe Regula,
    die Decke ist wunderwunderwunderschön geworden. Gratuliere dir herzlichst dazu.

    Zu deinen fragen von wegen hin und her gerissen von Pflicht und Lustgefühlen habe ich einen chinesischen Spruch im Kopf.

    „Die Arbeit läuft Dir nicht davon, wenn Du Deinem Kind den Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht, bis Du mit der Arbeit fertig bist.“

    Ersetzte „deinem Kind“ mit „deinem inneren Kind“😉

    Lieben Gruss – sonja

  3. Interesting! I will be watching what I am thinking over the next while as I sit in front of my WIPs. I will be asking myself if my attitude is the right one! Thank you for the „Gedankenanstoss“🙂

  4. I love your thoughts on loving the process instead of being happy that the process is done! Thank you for sharing your insight because it is so helpful to me too! Take care! (Love your afghan…. absolutely gorgeous!!!)

  5. Da kannst du wirklich stolz sein!
    Also ich bin schon auch am Prozess interessiert, sonst wäre ja das ganze Gewerkel keine Freude, aber ich will schon, dass am Ende etwas gescheites herauskommt.
    Liebe Grüße und schöne Pfingsten
    Jennifer

  6. Tolle Decke und lass dich auch mal treiben … Lustbetont zu arbeiten (oder auch nicht) kann großen Spaß machen. Wünsche dir (euch) noch schöne Tage. Sabine.

  7. Zunächst das Produkt : Boah, wie wundervoll! Was für eine schöne Arbeit….wo wird sie Dich im Alltag begleiten?

    und nun ein paar Gedanken….also zu Deinen spannenden Gedanken gängen. Es gibt ja im Grunde zwei Belohnungssysteme im Kopf zum einen der Dopaminausstoß beim fertigen Produkt ( “ die Eins auf dem Zeugnis“ )Zum anderen die Lust, das Dopamin während der Arbeit ( “ ich lerne, weil ich wissen will, wie es geht“) ….Das bleibt vor allem Kindern länger im Kopf. Das ist meiner Meinung nach das Besser. Das schreibst Du ja auch so😉 …..ich liebe es, beim Arbeiten diesen FlowZustand zu erreichen und einfach zu arbeiten. …..das gelingt mir leider nie beim Aufräumen danach, blöd :))
    Herzlichst Sandra,
    ….die schon gespannt ist, was Du jetzt in die Finger nimmst.

  8. Es is schon. I want to say „It is beautiful“ but I don’t know how to put the two dots over the o. I’m just learning German. I love that edging on the blanket! So pretty.

  9. Der Kandidat hat 1000 Punkte😀 Deine Decke ist wirklich ein richtiges Prachtstück, ganz ganz zauberhaft ♥. Die Bommelborte hatte ich letzthin auch bei meinem Loop verwendet, sie ist zwar aufwendig aber macht unheimlich Spaß. Da merkt man gar nicht, wie die Zeit verstreicht😉. Herzliche Grüße & schöne Pfingsten!

  10. Very wise words my friend. I am a process kind of person, but love the end product too. Your blanket is beautiful, I love that you did it with one color, it shows each and every pattern so beautifully.
    Hugs,
    Meredith

  11. Deine Decke ist megaschön geworden, mit den Schneeflöckchen (Bommelchen) einfach perfekt.
    Toll hast du dir Zeit genommen, dich mit Gedanken dazu zu befassen. Denn diese Zeit muss man sich meiner Meinung nach auch nehmen.
    Lass es dir gut gehen!
    Liebe Grüsse
    Simone

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