Samstags die Ruhe – Peace and Quiet

Standard

Rosenstrauss

Hallihallo, liebe Leserinnen

Ich geniesse mein Zuhause, habe schon eine Gartentour hinter mir, an der Leine flattert Wäsche, den Kaffee geniesse ich in völliger Ruhe. Was für eine Wohltat! Aber zu klagen habe ich nichts: Wir haben die besten Schüler und Schülerinnen, man kann sie nicht genug loben. Mit ihnen auszukommen, wenn sie nicht stillsitzen müssen, ist super einfach. Sie wollen tätig sein.

Zwischenbemerkung: Die smartphones sind zu Hause geblieben.

Immer guter Laune, verhielten sich unsere Jugendlichen in der Öffentlichkeit vorbildlich, jammerten nicht auf der anstrengenden Wanderung oder liessen sich schnell wieder aufmuntern. Der improvisierte Tischtennis Tisch war ebenso immer im Gebrauch wie das durchhängende Volleyball Netz, sobald wir von den Ausflügen zurückkamen. Nie war es einfacher, helfende Hände für die Küchenarbeit zu finden.

Das zeigt deutlich, dass für die Schule für Bewegungsmenschen nicht unbedingt passt. Neu ist diese Erkenntnis nicht. Seit Beginn meiner Berufszeit wünsche ich mir mehr Sport, mehr Handwerk und Gartenbau.

Letzte Woche war voll der Sommer: Sonne, blauer Himmel, heisses Wetter. Wir sind gewandert, wir haben gespielt, gebadet, gelernt und gelebt. Schule als Lebensraum ist in Klassenlagern immer besonders sicht- und spürbar.

In der Zwischenzeit sind hier die Pfingst- und Kletterrosen verblüht. Es tut mir ein bisschen leid, dass ich die Vollblüte verpasst habe.

Rosenstrauss_2

Good morning my dear readers!

After a week in the french speaking part of Switzerland with the students, I am back home. It’s nice to enjoy peace and quiet after a busy week although I cannot complain at all. We had the best of week, the best of class camps. Our students are the best. I really mean it! They are polite, thankful and have manners. They are always in a good mood when they can be active: hiking, swimming, playing, dancing, helping in the kitchen. They are patient and helpful. I’m really looking forward to meet them as grown-ups in a few years. 

Watching the kids in a different surrounding (not the classroom) is very interesting. I think this experience shows once more that the school – like it is understood today – is not the best of ways. I’ve always made arguments for more sport and activity, hand craft and gardening in school. 

Last week with the students and my fellow teacher showed me again that beeing a teacher in Tobel is what I want to be. 

Meanwhile the roses and peonies in my garden have lost their strength and have faded, which I am a bit sad about. I didn’t see them in full bloom. But there are other flowers about to bloom. 

 

Verlinkt mit Samstagsplausch bei Andrea von Karminrot.

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  1. Ohne Handy! — finde ich klasse. Man fragt sich, wie man die eigene Kindheit überstehen konnte ohne dieses Kommunikationsmittel.
    Mehr Bewegung in der Schule wäre sicher gut. Leider ist Sport ja immer das erste was ausfällt.
    Ich wünsche dir eine schöne Woche
    Lieben Gruß
    Ivonne

  2. Jawoll, ich gebe dir Recht: es ist nicht gut, wenn die Kinder den ganzen Tag nur auf ihrem Stuhl sitzen und zuhören müssen. Die wenige kurzen Pausen reichen da nicht aus, um den Bewegungsdrang zu stillen. Da sollte man sich Gedanken machen und mehr Ausgewogenheit rein bringen.
    Die Fahrt ohne Handys finde ich auch super. Selbst unsere Tochter (24 Jahre) ist der Meinung, dass man früher auch mehrere Tage auf Antworten warten musste, weil die Post länger unterwegs war. Ich bin zwar auch ziemlich an dieses Teil gewöhnt und kann fast nicht mehr ohne, aber ich rufe mir das oft ins Bewusstsein, wenn ich meine, sofort auf Nachrichten oder ähnliches reagieren zu müssen. Man muss eben nicht ….. Und vor allem: es geht auch ohne Handy.
    Liebe Grüße von Catrin.

  3. Das spricht eindeutig für eure pädagogischen Fähigkeiten, Regula! ;oD Und ich finde es ganz erstaunlich, dass eure Schüler tatsächlich auf ihre Natels verzichten konnten. Aber ich denke auch, dass es oft die (Helikopter)Eltern sind, die ihrem Nachwuchs einfach nichts zutrauen, sich den ganzen Tag um ihn sorgen und meinen, alles von ihm fernhalten zu müssen. Ich erlebe in unserem gynäkologischen Ambulatorium auch immer wieder das eine oder andere negative Müsterli, *augenverdreh*….Da habt ihr offensichtlich den Beweis angetreten, dass es auch anders geht- Chapeau!
    Umso schöner, dass das Lager auch für dich ein Erlebnis war und alles so gut geklappt hat!
    Geniess den Sonntag und halt dich schön kühl, herzliche Grüsse!

  4. Ein solch tolles Lager zu erleben ist doch immer ein Höhepunkt im Schulalltag. Apropos Handy und Kontrolle: letzthin kam eine Mutter in die Schule und hat ihre Tochter gesucht (3.Primar) die Tochter hat das Klassenzimmer schon länger verlassen, da zückt doch die Mutter das Handy hervor und ortete damit ihr Kind… Hilfe, ich finde es absolut beängstigend und für mich absolut nicht mehr nachvollziehbar
    Wünsche dir eine nicht mehr allzu anstrengende Woche
    Liebe Grüsse
    Angy

  5. Guten Morgen Regula, eine bunte und sommerlich ausgefüllte schöne Woche. Prima, dass Deine Schüler und Schülerinnen so willig mitgemacht haben. Das ist nicht unbedingt alltäglich…

    Hab‘ ein schönes Sommerwetterwochenende ☀️ liebe Grüße von Heidrun

    • Gelernt haben die wohl nichts. Allefalls einmal erlebt, dass es ihre Kinder auch mal fünf Tage ohne sie schaffen. 😉 Aber ich bin sicher, dass es welche gibt, die das schon vorher gewusst haben.

  6. hier waren die pfingstrosen schon ende mai durch!
    freut mich sehr, dass die fahrt so gut gelaufen ist! und dass ich mich bestätigt finde bei meiner meinung, dass zielgerichtete bewegung und sinnvolles tätigsein das allerbeste ist – stubenhockerei & smartphones dagegen gift – grade für junge menschen…… leider gucken mich dabei die leute oft an als wäre ich eine kinderquälende NSDAP-wanderleiterin. ;-D
    geniesse die ruhe deines garten – haste dir sowas von verdient!
    xxxxx

  7. Ein grosser Dank geht ja wohl auch an die Leiter. Wenn Langeweile aufkommt kann das ganz schnell kippen. Unsere Jungen sind gar nicht so schlecht wie man immer hört. Das Kompliment das du ihnen machst haben sie hoffentlich auch zu hören bekommen.
    L G Pia

  8. Das hört sich ja richtig gut an. Und ja, mehr solcher Tage für die Schüler wären toll. Und wenn sich das dann auch in die Ausbildung integrieren ließe, wäre das noch besser!

    Gruß Marion

  9. Liebe Regula, das hört sich ja gut an. Schön das es so gut funktioniert hat. Wie kreativ man sein kann ohne ein Handy, improvisierte Tischtennisplatte hört sich gut an.
    Schade das Deine Rosenblüte nicht auf Dich gewartet hat.
    Hab ein schönes Wochenende. Lieben Gruß Sylvia

  10. Liebe Regula,
    wie schön hört sich das an, was ihr mit den Jugendlichen erleben durftet! Ich kann mir vorstellen, dass Klassenfahrten dann (wenn auch sicher trotzdem anstrengend) aber auch ein Genuß sind. Richtig gut finde ich, dass die Smartphones zuhause geblieben sind. Die Diskussion hatten wir gerade auf der Arbeit. Meine Cousine (Waldorf-Schule) musste ihres auch zuhause lassen, was ich richtig gut finde. Meine Kollegin war der Meinung, dass das ja gar nicht ginge. Die Kinder müssten sich ja jederzeit zuhause melden können, wenn was wäre. Mein Argument, dass die Lehrkraft sich schon melden würde, wenn wirklich etwas Wichtiges ist, das galt nicht. Ich bin ein bisschen entsetzt, dass schon 11jährige anscheinend nicht mehr ohne das Smartphone auskommen…
    Ich wünsche dir ein wunderbares, entspanntes Wochenende
    LG
    Yvonne

    • Unsere SuS dürfen unsere Handys gebrauchen, wenn sie dringend zu Hause anrufen müssen (z.B. Heimweh). Das ist diesmal genau einmal passiert. Ich habe den Eindruck, dass die Kinder geniessen, dass sie mal von ihren Eltern weg sind. Die Kinder kommen sehr gut damit zurecht, es sind oft die Eltern, die da ein Problem haben. Diese dauerde Überwachung ist doch ungegesund. Und das entsetzt mich!

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